Nationalgefühl in Dänemark und Deutschland

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1 Nationalgefühl in Dänemark und Deutschland Af Thea Haubenreisser Pedersen BA-projekt 6.semester Tysk Vejleder: Tove Gadegård ASB. Institut for Sprog og Erhvervskommunikation 2009 Anschläge:

2 o. Summary The purpose of this assignment is to describe the national feeling in Germany and Denmark and to analyse which consequences the two events, the Football World Cup 2006 and the Mohammed Crisis, have had for the national feeling in Germany and Denmark. To have a nation with people is not the same as having a nation with people, who are proud of their country and nationality. To some extend, there will always be some kind of a national feeling. Though the feeling is not necessarily positive and in favour of the nation. People have, often without thinking about it, certain national characteristics that differentiate them from other nationalities. These characteristics can be described as keywords; keywords describe things that can, from other nationalities point of view, be seen as typical Danish or typical German. Also as a subgroup to the key words there are the key symbols. Key symbols can for example be an occurrence that can evoke national feelings either in a positive or negative direction. The Danish people have for a long time been proud of their country. The old Danish traditions, such as flying the flag and singing the national anthem at football games, have meant a lot to the Danish people. The traditions have meant so much that changing how things have been for so many years can cause a fear of losing the known. In Denmark two key words concerning the Mohammed Crisis and the time surrounding the crisis are freedom of expression and freedom of the press. These key words provoked serious discussions in Denmark about, which values and traditions should be protected and which should be reconsidered. The German national feeling has been shown in a modified form since the establishment of the republic of Germany. The National Socialism has left traces in the German pride and since that time in the German history, the German People have not been able to disregard the things that happened in the past. Therefore the Germans have been more likely to see themselves as European - or world citizens. 2

3 The Football World Cup 2006 has shown how the Germans are able to make people feel at home in their country. This event was a milestone in the history of the German national feeling. In line with the winning streak of the German national team, the more German flags were seen. Describing and analysing the national feeling in Denmark and Germany and the reasons for a change in the national feeling in both countries, confirms the fact that the national feeling is a comprehensive theme. It is difficult to analyse all details of all aspects in this assignment. Throughout the assignment it becomes clear that the Danish people in general had a very positive national feeling prior to the Mohammed cartoon crisis. There have always been critics concerning the state and the managerial style of the nation, and there always will be, which is one of the things that define a democracy. Though has the Danish population mostly been proud of their nationality and proud to introduce themselves as Danes, and they have not had problems standing up to their beliefs. The analysis shows that after the Mohammed Crisis some have been embarrassed to be a Dane. In Germany the Football World Cup has had a tremendous effect on the national feeling, together with the fact that the trend is turning and it is getting more popular to admit to one s nationality. This means that the national feeling is going in a positive direction. They Germans have allowed themselves to be proud of their country and show their national symbols in a way, so other nationalities feel the change as well characters 3

4 Inhalt o. Summary Einleitung Faktoren, die das Nationalbewusstsein bestimmen Das deutsche Nationalbewusstsein Das dänische Nationalbewusstsein Alter und Ausbildung Teilzusammenfassung Analyse der dänischen Verhältnisse Schlüsselworte Summierende Symbole Wofür hat man Angst Analyse der deutschen Verhältnisse Fußball-WM Schlüsselsymbole Hauptszenarien Die Gesellschaft Die Situation umgekehrt Fußball-WM in Dänemark Mohammedkrise in Deutschland Konklusion Bibliografie Anlagen Duden: Artikelansicht Artikelansicht Artikelansicht Diskrete Politik MATTHIAS MATUSSEK "Ein neues deutsches Gefühl" SPD-Experte verteidigt Mohammed-Satire DR Nyheder Research: Muhammed-krisen dag for dag

5 Kofi Annans tale Ashura Pressemødet 7. februar Fogh på al-arabiya Jyllands-Posten beklager Dansk Industri's brev Regeringens besvarelse Nytårstalen Schneider, Rolf (2000). Sonderwege gingen alle. Die Welt Online Sonderwege gingen alle Dänemark In der Festung Dänemark

6 1 Einleitung Ich habe in dieser Aufgabe beschlossen, auf das Thema Nationalgefühl näher einzugehen. Weil das Thema sehr umfangreich ist, werde ich mich um das Nationalgefühl in Deutschland und Dänemark konzentrieren. Das Ziel dieser Aufgabe ist das Thema Nationalbewusstsein und welche Faktoren, die das Nationalbewusstsein beeinflussen, zu beleuchten und zu erklären wie es sich in den zwei Ländern mit dem Nationalgefühl verhält. Die Problemformulierung lautet so: Wie ist das Nationalbewusstsein in Dänemark und Deutschland? Wenn eine, welche Bedeutung hat die Fußballball-WM dann für das deutsche Nationalbewusstsein und welche Bedeutung hat die Mohammedkrise für das dänische Nationalbewusstsein gehabt? In der deutschen Sprache gibt es mehrere Worte, die fast das gleiche ausdrücken. Es gibt Nationalbewusstsein, Nationalgefühl und Nationalstolz. Um die drei Termen voneinander unterscheiden zu können, werde ich kurz die Worte definieren. In jeden Komposita steht das Wort Nation zuerst. Nation ist ein Wort, das aus dem Lateinischen stammt. Es beschreibt in einem Wort eine große, geschlossene Gesellschaft. Es kategorisiert Menschen in Gruppen, die nach Sprachen, Sitten und Abstammung eingeteilt werden. 1,2 Nationalbewusstsein ist der Oberbegriff der drei Worte. Es ausdrückt weder positive noch negative Gefühle, aber gibt die Möglichkeit auf beide Enden der Gefühlskala hier finden zu können. Nationalgefühl ist ein Unterbegriff von Nationalbewusstsein. Es ist ein nicht geladenes Wort. Es dreht sich, wie das Wort ausdrückt, um die Nation und das Volk. Doch unterstricht dieses Wort weder positive noch negative Gefühle, es stellt nur fest, dass es sich hier um Gefühle handelt. Nationalstolz dagegen zeigt sofort, dass die Menschen, die dieses Gefühl besitzen, positive Gefühle gegenüber der Nation haben. Stolz ist ein Wort, das sofort klarlegt, dass es die positiven Gedanken handelt, sei es auf die Nation, die Kinder oder die Fußballmannschaft. Durch die Aufgabe werden alle drei Worte zu sehen sein, abhängig davon in welchem Kontext sie eingehen. Die Aufgabe ist so aufgebaut, dass zuerst das Nationalbewusstsein von den beiden Völkern beschrieben wird. Danach wird auf der Basis, die in der Beschreibung gegründet wurde, eine 1 Duden: das Universalwörterbuch 2 Duden: das Fremdwörterbuch 6

7 Analyse ausgefertigt. Diese Analyse soll die Fragen der Problemformulierung beantworten. Zu der Analyse werde ich das Buch Kulturanalyser von Ehn und Löfgren 3 anwenden. Originalsprache des Buches ist Schwedisch, werde ich, wo es nötig ist, teils eigene Übersetzungen der Zitate machen, teils werde ich die anwendeten Stellen erklären. Bei Übersetzung ist es so angegeben; (eigene Übersetzung). Nach der Analyse werden die zwei Länder mit einander verglichen um festzustellen, wie es gewesen wäre, hätte die Fußball-WM in Dänemark stattgefunden und umgekehrt die Mohammedkrise in Deutschland. Da dieses Thema sehr von den persönlichen Meinungen beeinflussbar ist, ist es wichtig, dass bei der angewendeten Literatur zwischen den Linien gelesen wird. Die persönlichen Meinungen können leicht Texten beeinflussen, sei es politisch oder religiös bedingt. Beispielsweise sind Texte, die von der dänischen Volkspartei, die Partei wird später in der Aufgabe beschrieben, produziert sind, sehr von ihren nationalistischen Meinungen der Welt gefärbt. 2 Faktoren, die das Nationalbewusstsein bestimmen Die Faktoren, die im Bezug auf das Nationalgefühl eine Rolle spielen, sind im Laufe der Jahre oft untersucht worden und viele Statistiken sind ausgeführt und aufgestellt worden. Das Nationalgefühl ist eine schwer definierbare Größe. Dennoch haben Theoretiker seit vielen Jahren versucht zu erklären welche Faktoren und Ergebnisse im Leben der Menschen eine Rolle spielen, wenn die Menschen ihr Nationalgefühl festlegen. Trotzdem hat man durch Fragen zu den verschiedenen Völkern in der ganzen Welt bestimmte Faktoren feststellen können, indem die Menschen die Fragen beantworten. Im Alltag denken sie nicht darüber nach, was sie dazu bringt genau dieses Nationalgefühl zu haben. Doch durch diese Fragen werden sie gegenüber der Ausforderung gestellt zu überlegen welche Werte sie für wichtig halten. Also kommt man näher daran zu verstehen, was es ist, das bedeutet, dass die Völker sich mit ihrem jeweiligen Land identifizieren. 4 Die zwei wesentlichsten Faktoren sind Alter und Ausbildung. Alter ist im Bezug auf das Nationalgefühl besonders in diesem Jahrhundert von größter Wichtigkeit, denn ob die Menschen alt oder jung sind, bedeutet viel was ihre Identifizierung mit dem Land und was ihren Stolz auf dem 3 Ehn, Billy & Löfgren, Orvar (2006) Kulturanalyser 4 Larsen, Christian Albrekt (2006) Danskernes nationale forestillinger 7

8 Land betrifft. Laut ISSP 5 (International Social Survey Programme) hängt das Nationalgefühl sehr von dem Alter ab. Je jünger die Einwohner des Landes sind, desto weniger identifizieren sie sich mit ihrem Land. Einer der Gründe dazu ist, dass die jungen Leute viel internationaler aufgewachsen sind. Sie sind mit internationalem Fernsehen und Radio aufgewachsen. Zudem wird in der Schule immer mehr Wert auf das Ausland gelegt. Außerdem ist es eine Folge der offenen Grenzen, dass man einfacher nach anderen Ländern kommt. Auf diese Weise wird die Welt kleiner. Man lernt andere Kulturen leichter kennen, und man identifiziert sich vielleicht besser mit dieser anderen Kultur, als mit der eigenen Kultur. Man kann in einem Land aufgewachsen sein, ohne sich die Traditionen, Sitten und dem Wesen des Landes annehmen zu können. Wenn dann die jungen Menschen nach einem anderen Land reisen, besteht die Möglichkeit, dass sie sich von den Traditionen und Werten dieses Landes angezogen fühlen. Da die älteren nicht die gleichen Möglichkeiten gehabt haben, sind sie geneigter dazu einen großen Nationalstolz zu haben. 6 Denn sie haben nur das eigene Land, womit sie sich identifizieren konnten. Christian Albrekt Larsen stellt fest, dass auch Ausbildung von großer Bedeutung ist, wenn das Nationalgefühl geformt wird. In gleichem Maße wie das Niveau der Ausbildung steigt, so fällt das Nationalgefühl. Larsen 7 meint in seinem Buch, dass ein Grund zu diesem ist, dass die Menschen, die keine hohe Ausbildung haben, es schwieriger finden, eine reflexive Identität zu haben, als diejenigen mit höherer Ausbildung. Denn sie sind meistens durch ihre Ausbildung darin geübt Symbole zu lesen und abstrakt zu denken. Pierre Bourdieu 8 ist der Meinung, dass die höheren Ausgebildeten sich von dem Lebensstil und den naiven nationalen Vorstellungen der niedrigeren Ausgebildeten distanzieren. Dieser Tendenz könnte auch eine Reaktion auf die alten Muster sein, dass heißt, dass die höheren Ausgebildeten die Rolle der Arbeiter übernommen haben, und die niedrigeren Ausgebildeten die Rolle der Eigentümer der Produktionsmittel übernommen haben. 9 Die gut Ausgebildeten lernen durch ihre Ausbildung und Arbeit andere Völker kennen und wissen, dass nicht immer das Beste ist, was man im eigenen Land hat. Andere Impulse können auch eine gesunde Einstellung zu den Nationalen Symbole und Meinungen mit sich bringen. 5 Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger p.13 6 Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger pp Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger pp Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger p.15 9 Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger p.14 8

9 Untersuchungen zeigen auch, dass Politik und Nationalgefühl eng miteinander zusammenhängen 10. Eine politische Partei hat einen großen Einfluss auf die Bürger. Die Partei kann mit ihren Meinungen, Äußerungen und Standpunkten viele Menschen ihrer Meinung ändern lassen. Äußert sich eine Partei sehr nationalistisch oder ganz gegensätzlich, ist es klar, dass viele sich davon beeinflussen lassen. Da manche nur die Impulse der Politikern aus dem Fernsehen als Meinungsvorbilder haben, wird es noch deutlich, welche Parteien viel Macht hat, sich durchzusetzen und die Wähler beeinflussen können. 3 Das deutsche Nationalbewusstsein Das deutsche Nationalbewusstsein widerspiegelt sich in der Geschichte des Landes. Deutschland hat viele harte Jahre hinter sich, eine Zeit mit Krieg, Diktatur und Beschränkung des Lebens der Bürger. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die die Bürger von dieser Zeit mit sich bringen, haben bis heute eine große Einwirkung auf das Nationalbewusstsein und werden wahrscheinlich noch viele Jahre eine Einwirkung haben. Wenn man mit solchen Ereignissen umgehen und verkraften muss, dann wird es sehr in dem Nationalbewusstsein zum Ausdruck kommen, genau wie es in Deutschland passiert ist. Das deutsche Nationalbewusstsein ist seit der Zeit des Nationalsozialismus nicht gut gewesen, denn der Nationalsozialismus 11 hat tiefe Spuren in dem Nationalbewusstsein des deutschen Volkes hinterlassen. Andere Völker haben seit langer Zeit, wegen der deutschen Vergangenheit auf die Deutschen herabgesehen. Diese Meinung der Anderen hat auch dazu beigetragen, dass die Deutschen keinen großen Nationalstolz gehabt haben. Sie wurden vorgeworfen, wenn sie in anderen Ländern waren, dass sie ein brutales Volk war, das nicht genug getan hat um den Nationalsozialismus und seine Konsequenzen zu bremsen. Nach Ernest Renan lebt eine Nation von dem Gedanken, "in der Vergangenheit große Dinge gemeinsam getan zu haben und andere in der Zukunft miteinander tun zu wollen". Nach dieser 10 Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger p Matussek, Matthias (2007) Wir Deutschen warum die anderen uns gern haben können p.13 9

10 Formel ist unser Land nicht zukunftsfähig, denn es ist jenseits der Holocaust-Gedenkkultur gedächtnislos bis zur Schwachsinnsgrenze 12 Matthias Matussek zitiert in seinem Buch den französischen Philosoph und Schriftsteller Ernest Renan. Seiner Meinung nach entsteht das Nationalbewusstsein dadurch, dass man in der Vergangenheit große Ereignisse gemeinsam erlebt hat, und dass man auch mit den Landsmännern in der Zukunft große Sachen erleben möchte. Dazu meint Matussek, dass die Deutschen alle Erlebnisse und große Dinge, die vor der Holocaust- Gedenkkultur passiert sind, vergessen haben. Daher kommt es auch, dass die Deutschen sich nicht mit Deutschland identifizieren möchten, auch wenn sie die Möglichkeiten haben, in der Zukunft große Dinge gemeinsam zu tun. Die Zeit vor dem Nationalsozialismus hat andere positive Sachen zu bieten. Positive kulturelle Erlebnisse sind auch vor dieser Zeit passiert. Wenn sie sich erlauben würden, könnten diese Erlebnisse den Deutschen Stolz machen. Matthias Matussek hat das Buch Wir Deutschen: wie die anderen uns gern haben können geschrieben, dass das Thema beleuchtet. Matussek hat als Korrespondent und Reporter in verschiedenen Teilen der Welt gearbeitet. In Deutschland leitete er von 2005 bis 2007 in der Hamburger Spiegel Zentrale das Kulturressort. 13 Durch diese Erfahrungen ist er gut gerüstet sich in diesem Gebiet zu äußern. Wir lebten in einem relativ großen mitteleuropäischen Gelände, dessen Kulturelles Gesicht weitgehend weggebombt worden war, ohne tiefer gehend Gemeinsames, das uns hätte verbinden können, nur noch ein Raum ohne Volk. 14 Wie Matussek hier erklärt, waren nach dem zweiten Krieg die kulturellen Sammelpunkte weg. Die jungen Deutschen hatten wenig, was sie mit Deutschland verbinden konnte. Er meint hier nicht, Deutschland plötzlich ein Land ohne Bevölkerung war, sondern dass die Menschen sich nicht mit einander und sich mit dem Land verbunden fühlten. Sie haben vor der Fußball-WM 2006 selten ihre Flagge gezeigt, oder ihre Nationalhymne gesungen, obwohl sie eine Hymne haben. Das Problem mit der Nationalhymne für die Deutschen führt zurück zu den früheren Zeiten in die deutsche 12 Matussek, Matthias (2006). Ein neues deutsches Gefühl. Spiegel Online 13 Die Homepage von Matthias Matussek 14 Matussek, Matthias (2007) Wir Deutschen warum die anderen uns gern haben können p.17 10

11 Geschichte, an die die Deutschen nicht sehr gerne zurückblicken. Denn die Zeit der deutschen Geschichte, die von dem Nationalsozialismus 15 geprägt ist, hat nur schlechte Erinnerungen mit sich gebracht. Die Nationalhymne besteht bei internationaler Verwendung lediglich aus einer Strophe. Sie wurde früher auch vor einem internationalen Spiel gesungen, doch es war eine gezwungene offizielle Pflicht. Allgemein wird dann noch befunden, die Deutschen hätten, da geschichtlich als Staat so spät angetreten und dies zudem durch einen gewaltsamen Eingriff von oben, eigentlich nie ein ordentliches Kollektivbewusstsein entwickelt. 16 Wieso die Deutschen keinen guten Nationalstolz haben und wieso die Nationalhymne früher nicht sehr Populär war, versucht Rolf Schneider für in diesem Zitat aus seinem Essay Sonderwege gingen alle zu erklären. Seiner Meinung nach kommt es daher, dass die Deutschen nie gelernt haben als ein Volk zu denken. Er meint, dass Deutschland durch ihre kurze Geschichte als Demokratie und die Nachwirkungen von Hitler dazu beigebracht haben, dass sie sich selbst eher als Europabürger oder Weltbürger 17, 18 sehen und fühlen und nicht als Deutsche. 4 Das dänische Nationalbewusstsein In Dänemark hat die Bevölkerung eine lange Geschichte von großem Nationalstolz. Bei jeder möglichen Gelegenheit sind die Flaggen und die Klapphüte hervorgesucht worden. Es wurde mit voller Freude die Nationalhymne oder eine von den zwei Nationalhymnen, die es in Dänemark gibt, gesungen. Viele Einwohner des Landes erzählten fröhlich über das schönste Land, Dänemark. In Dänemark gibt es keine Berge, keine großen Wälder, eigentlich nichts grandioses, aber dafür gibt es Meere, Strände und die Geschichte. Die Geschichte der Monarchie und Demokratie ist eine große Angelegenheit zum Stolz in Dänemark. Dänemark wird für eine der ältesten Monarchien und Demokratien der Welt 19 gehalten, und darüber sind die Einwohner stolz. 15 Matussek, Matthias (2007) Wir Deutschen warum die anderen uns gern haben können p Schneider, Rolf (2000) 17 Duden; das Universalwörterbuch 18 Der Identity Foundation. Deutsch-Sein ein neuer Stolz auf die Nation im Einklang mit den Herzen p Bundeszentrale für politische Bildung (2001) 11

12 Es geht nicht nur darum stolz auf die Strände oder die Geschichte zu sein, aber auch sich die Gesetze und Normen des Gesellschaftes zu unterwerfen und zu akzeptieren. Weil die Gesetze viel für das Verhalten für das Akzept von den Mitbürgern bedeutet, ist es auch ein wichtiger Teil der Integration der Einwanderer. Für die Dänen ist es immer wichtig gewesen, dass Einwanderer, wenn sie nach Dänemark kommen, auch die Gesetze und Normen akzeptieren. Vor allem die Gesetze und Normen zu akzeptieren. Seit der dänischen Verfassung am 5. Juni 1849 unterschrieben wurde, ist wenig geändert worden. Dass die Demokratie in Dänemark so alt ist, tut sehr für das Nationalbewusstsein der Einwohner, denn obwohl sich viel mit der Zeit ändert, dann haben die Einwohner Gesetze und Normen, die immer dieselben sind, und damit die Möglichkeit sich immer an diese bestimmten Dinge anlehnen zu können. Trotz dieser ganzen positiven Dinge können die Dänen trotzdem andere Sachen finden, die ihnen nicht gefallen, oder in politischen Diskussionen, wo viele nicht einig sind. In Dänemark gibt es viele verschiedene politische Parteien, die manche verschiedene Meinungen vertreten. Die dänische Volkspartei ist eine nationalkonservative Partei in Dänemark. Sie wird von vielen als Ausländerfeindlich und rechtspopulistisch bezeichnet. Die dänische Volkspartei sorgt in Dänemark oft für Diskussionen über Ausländer und andere nationalistische geladene Themen. Die Weise, auf der die Partei ihre Meinungen ausdrücken, machen manche Dänen unwohl bei der Tatsache Däne zu sein, denn sie kann sehr unmenschlich vorkommen. Wenn man zu dieser Partei steht, dann wird man oft nicht offiziell dazu stehen, obwohl das die ehrliche Meinung ist. Die Partei hat das Recht sich zu äußern, da es in Dänemark Rede und Pressefreiheit gibt. In Allgemeinen ist ganz Dänemark stolz auf die Rede und Pressefreiheit, dennoch gibt es unter der Oberfläche mehrere Meinungen darüber, was man sagen kann, soll, muss und darf. Die dänische Volkspartei übertritt oft diese unsichtbare Linie, und dafür ist sie auch in anderen Ländern bekannt und in dieser Weise hat sie sich auch selbst in üblen Ruf gebracht. Es wurde gesagt, dass der 11. September Anlass zu einem Kampf der Zivilisationen gibt. Ein Kampf zwischen den Zivilisationen würde jedoch voraussetzen, dass man von zwei Zivilisationen sprechen kann, und dies ist nicht der Fall. Es gibt nur eine Zivilisation, und das ist die unsrige Zank, Wolfgang (2006). In der Festung Dänemark. Die Zeit Online 12

13 Die Leiterin der dänischen Volkspartei Pia Kjærsgaard wird in dem Artikel In der Festung Dänemark auf der Internetseite der Zeit zitiert. Dieses Zitat ist nur eines von vielen Zitaten, die von Kjærsgaard oder anderen Repräsentanten der Partei im gleichen Ton gesagt worden sind. Das Zitat ist auch ein gutes Bild darauf, auf welcher Grundlage andere Länder das Bild auf die dänische Volkspartei bilden, und dann auf Dänemark. Es wird für das dänische Volk schwieriger ins Ausland zu gehen und dort auch ohne Vorurteile begegnet zu werden. Denn die Journalisten schreiben nur das, das Ärgernis erregt. Deshalb werden auch meistens die schlechten Neuigkeiten an die Aushänge gelingen. Ob dies eine Bedeutung für das Nationalbewusstsein hat, darauf werde ich später eingehen. Seitdem viele Ausländer, deren Kultur von der dänischen weit entfern ist, nach Dänemark gekommen sind und seit dem Dilemma mit dem Euro denken viele näher darüber nach, welche Eigenschaften sie als Dänen bezeichnen und welche Werte, die für sie wichtig sind. Dieses Dilemma ging darum, ob in Dänemark der Euro eingeführt werden sollte. Für die Dänen ist ein wichtiger Bestandteil des Dänenseins z.b. die eigene Münzeinheit, die alten Traditionen und dass die Ausländer sich nach den Gesetzen des Landes richten. Zu der Zeit als die Dänen um den Euro wählen mussten, gab es Diskussionen darum, was es für Dänemark als Land, Nation und Volk tun würde. Für viele war Dänemark nur sich selbst, wenn auch die dänische Krone die Münzeinheit war. Abschiedet man sich von der Krone, dann nähert man sich auch immer mehr eine europäische Identität statt der dänischen Identität. Dass 87,9 % der Dänen gewählt haben und davon 53,1 % nein gesagt haben 21, zeigt dass nicht nur geistliche sondern auch konkrete Objekte eine Rolle spielen im Bezug auf das Nationalbewusstsein. Die Nationalhymne Dänemarks wird oft und laut gesungen, am häufigsten bei Sporteventen. Dieses Lied ist ein Sammelpunkt für die Dänen, denn in dem Lied geht es darum wie schön Dänemark ist und was das Volk an Dänemark bindet. Ein Paar Zeilen von der letzten Strophe ist ein Beispiel von Nationalgefühl und Nationalstolz auf höchstem Niveau. Die Zeilen lauten so: 21 Socialistisk Arbejderparti (2000) 13

14 Unser altes Dänemark wird bestehen, solange sich der Buche seinen Wipfel in der blauen Welle spiegelt. (eigene Übersetzung) In diesem Zitat aus Det er et yndigt Land von Adam Oehlenschläger 22 wird beschrieben wie sicher Dänemark auf sich selbst ist. Andere können tun was sie möchten, z.b. versuchen das Land zu erobern, das wird sie vielleicht gelingen, aber das Nationalbewusstsein können sie nie die Dänen entnehmen. Das Nationalgefühl hat manchmal die Dänen stur gemacht in dem Sinne, dass sie in Politischen Diskussionen, nachdem der Gesprächspartner die Argumente seinerseits aufgestellt hat, egal wie überzeugend sie sind, einfach sagt ich meine trotzdem, dass es in Dänemark besser ist, ohne dafür besser argumentieren zu können. 4.1 Alter und Ausbildung Als schon im Abschnitt 2 genannt, bedeutet es viel ob in dem Land viele junge Leute sind oder eher ältere. Denn wie die Statistik 23 zeigt, haben die älteren einen überwiegender Tendenz dazu stolz auf das Land zu sein. Vor mehreren Jahren hatte man nicht die gleiche Möglichkeit von Ort zu Ort zu kommen, und gar von Land zu Land. Wenn die Dänen früher im Urlaub gefahren sind, dann hauptsächlich nach den nordischen Ländern und nach Deutschland. Diese Länder sind ähnlich zu Dänemark im Bezug auf Kultur und Religion. Aus den Erfahrungen, die die ältere Generation damals gemacht hat, sind nicht viele aus nicht westlichen Ländern, deshalb sind die unbekannten Ländern unbekannt geblieben, und was unbekannt war, könnte nicht besser sein als das eigene Land, also ist hier durch das Unwissensein ein Nationalbewusstsein entwickelt worden. Hätte die ältere Generation so viel reisen können wie die jungen Leute heute, hätte sie wahrscheinlich ein anderes Bild von der Welt und dem eigenen Land gehabt. Die jungen Leute oder die junge Generation haben mehrere Möglichkeiten gehabt ihren Horizont zu erweitern. Es ist für sie eine Möglichkeit gewesen sich die anderen Kulturen näher zu studieren und von selbst zu erleben, und damit ihre eigene Persönlichkeit und Nationalbewusstsein in Frage zu stellen. Heute wird in zunehmender Weise auf Ausbildung eingesetzt, welches sich auch in den Meinungen der Jungen widerspiegelt. Also ist die neue Generation nicht nur jung, sondern hat auch eine höhere 22 Oehlenschläger, Adam. Det er et yndigt land 23 Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger p.33 14

15 Ausbildung. Wenn wieder die Statistiken von Larsen 24 benutzt werden, sieht man auch deutlich wie die Dänen mit einer höheren Ausbildung eher nicht stolz antworten. Die jungen und auch älteren mit einer höheren Ausbildung sehen Dänemark mit kritischeren Augen, sie sehen die Fehler im System und verstehen öfter welche Konsequenzen verschiedene Entscheidungen für die Nation und damit auch für das Volk haben, hier kann wieder den Euro wieder al Beispiel benutzt werden. Der Euro hätte damals Vorteile für die dänische Ökonomie haben können. Doch viele Wähler haben sich nicht orientiert, sondern nur an die nationalen Symbole gedacht. 5 Teilzusammenfassung Durch die Beschreibung der zwei Länder und wie sie auf sich selber sehen, es ist klarer geworden, dass das Nationalbewusstsein in Dänemark beziehungsweise Deutschland nicht aus den gleichen Symbolen und Traditionen entstanden ist. Dänemark ist eine alte Demokratie und hat seit 1849 dieselbe Verfassung, nur mit einigen Änderungen. Diese Verfassung trägt heute noch immer dazu bei, dass die gebürtigen Dänen von Kindesbein an wissen wie man sich da verhält. Die Dänen fühlen eine gewisse Verbundenheit mit der Nation, hauptsächlich wenn es um zentrale Traditionen geht. Fußball ist hier in dem Abschnitt, der sich mit der Beschreibung des Nationalbewusstseins Dänemarks beschäftigt, als Beispiel verwendet worden. Fußball ist kein Sport, von dem jeder Däne ein Fan ist, sondern die Verbundenheit entsteht eher dadurch, dass man sich wie eine Gruppe fühlen kann. Alle haben bemalte Wangen und alle singen bei der Nationalhymne mit. Für viele besteht das Dänensein darin, sich mit Dänemark identifizieren zu können, vielmehr als jeden Tag Frikadellen zu essen. Mit der Flagge zum Sport zu gehen ist nicht unbedingt verbunden mit dem Dänensein, sondern viel mehr sich von innen nach außen als Däne zu fühlen. Deutschland ist im Gegensatz zu Dänemark eine junge Nation, deshalb ist die Verfassung auch des jünger. Die Deutschen versuchen seit der Regierungszeit von Hitler sich selbst zu finden. Damit ist gemeint, wofür sie stehen und was sie als Deutschen bezeichnen. Sie haben in der ganzen Welt versucht sich selbst gegen manche Vorurteile zu verteidigen. Durch Selbstprüfung und der Wunsch 24 Larsen, Christian Albrekt (2008) Danskernes nationale forestillinger p.33 15

16 nach einem Gruppegefühl sind die Deutschen näher an ein gutes Nationalgefühl und an einen besseren Nationalstolz gekommen. In Deutschland ist Fußball fast zu dem Nationalsport geworden. 6 Analyse der dänischen Verhältnisse Dass in Dänemark Rede und Pressefreiheit für manche eine Tugend ist, ist heute klar. Vor drei Jahren, gab es in Dänemark eine große Geschichte, die genau diese Freiheit in Wanken brachte. Die dänische Zeitung Morgenavisen Jyllands-posten veröffentlichte 30.September 2005 zwölf Karikaturen von dem Propheten Mohammed. Die Morgenavisen Jyllands-Posten hatte vierzig Zeichner aufgefordert, den Propheten Mohammed zu zeichnen, wie sie sich ihn vorstellten. Diese Karikaturen zeigen den Propheten in verschiedenen herabblassenden Posituren aber auch die Morgenavisen Jyllands-Posten selbst wird herabblassend dargestellt. Unter den Bildern stand der Text: Die moderne, säkulare Gesellschaft wird von einigen Moslimen abgelehnt. Sie beanspruchen Sonderstellung, wenn sie auf besondere Rücksichtnahme zu eigenen religiösen Gefühlen bestehen. Dies ist mit einer weltlichen Demokratie und Redefreiheit, wo man bereit sein muss sich in Hohn, Spott und Verulkung hinzunehmen, unvereinbarlich. Es ist bestimmt nicht immer gerade Sympathisch und schön anzusehen, und das bedeutet nicht, dass religiöse Gefühle um jeden Preis lächerlich gemacht werden soll, aber das ist untergeordnet in diesem Zusammenhang. Es ist somit nicht zufällig, dass Menschen in totalitären Gesellschaften ins Gefängnis kommen, weil sie Witze erzählen oder Diktatoren kritisch abbilden. Dies passiert in der Regel unter Bezugnahme darauf, dass es die Gefühle des Volkes kränken. In Dänemark ist es nicht so weit gekommen, aber die angeführten Beispiele zeigen, dass wir auf den Weg in eine Rutschbahn sind, wo keiner voraussagen kann, womit die Selbstzensur enden wird. [ ] Deshalb hat die Morgenavisen Jyllands-Posten Mitglieder des dänischen Pressezeichnerverbandes aufgefordert Mohammed, wie sie ihn sehen, zu zeichnen. 25 (eigene Übersetzung) 25 Kruuse, Helle Nissen (2007) Retssag om ytringsfrihed 16

17 Moslimen in der ganzen Welt haben sich aufgeregt und in vielen arabischen Ländern haben sie die dänischen Waren boykottiert, besonders Arla Foods 26 ist von der Aktion betroffen worden. Arla Foods ist ein dänisches Unternehmen, das Milchprodukte herstellen. Vor der Mohammedkrise war sie auch in der nahen Osten sehr erfolgreich, aber sind seit der Mohammedkrise in dem nahen Osten zurückgegangen. Da die ökonomische Seite dieser Krise nicht direkt was mit den Änderungen des Nationalbewusstseins werde ich nicht darauf eingehen, denn für diese Arbeit ist es nicht wesentlich. Außer Waren zu boykottieren haben sie auch versucht Dänemark zu beschimpfen und auf ihrer Weise zu spotten, z.b. haben sie die dänische Flagge gebrannt. Dennoch ist das Schlimmste die Angriffe auf die dänischen Botschaften gewesen. Die politischen Folgen waren groß. Sie haben immer wieder versucht eine Entschuldigung aus der dänischen Regierung zu bekommen, doch der Staatsminister hat sehr darauf bestanden, nicht zu entschuldigen. Seiner Meinung nach ist es nicht seine Aufgabe gewesen für eine Zeitung zu entschuldigen, doch hat er nach langer Zeit mit Druck von der nahen Osten sich zu dem Thema geäußert. Er erklärt, dass er für alle Religionen großen Respekt hat und dass er persönlich nie Mohammed, Jesus oder andere religiöse Figuren auf kränkender Weise darstellen würde, aber auch dass die dänische Regierung nicht für eine Zeitung entschuldigen wird. 27 Die Krise ist auch als ein Angriff auf die dänischen Traditionen und die Gesetze mit welchen die Dänen seit langem leben und als wichtig und richtig verstehen, beschrieben worden. Denn die Rede und Pressefreiheit wurde in Frage gestellt. Bis vor etwa fünf Jahren war es immer eine Freude, als Repräsentant der dänischen Wirtschaft in der Welt herumzureisen. Dänemark war als offenes, humanistisches und verantwortungsbewusstes Land bekannt.«damit sei nun Schluss.»Der Markenname, den aufzubauen fast hundert Jahre dauerte, ist zerstört. Mehrmals bin ich in den letzten Jahren der Auffassung begegnet, dass Dänemark ein abgeschlossenes Land sei, das es schlecht versteht, Menschen aufzunehmen, die anders als wir selbst sind. 28 In diesem Zitat aus dem Artikel In der Festung Dänemark, die auf der Internetseite von der Zeit veröffentlicht worden ist, wird Lars Kolind 29 zitiert. Lars Kolind ist in 1947 geboren. Er ist als cand.scient von der Universität in Århus ausgebildet. Er hat in mehreren großen internationalen 27 DR Nyheder Research (2006) Muhammed-krisen dag for dag 28 Zank, Wolfgang(2006) In der Festung Dänemark 17

18 Firmen als Geschäftführer gearbeitet und war Mitglied des ersten Wohlfahrtausschusses. Kolind erklärt hier deutlich, wie das Nationalbewusstsein sich in den letzen Jahren geändert hat. Wie er sagt war es früher eine Freude zu sagen, dass man aus Dänemark kam. Doch heute ist es, durch viele Ereignisse in Verbindung mit Einwandern, Ausländern und der Ausländerpolitik, anders. Die Mohammedkrise hat die Weise, auf welcher, andere die Dänen sehen, geändert. 6.1 Schlüsselworte Um die Werkzeuge zu benutzen, die in dem Buch Kulturanalyser von Billy Ehn und Orvar Löfgren 30 beschrieben werden, kann man aus der Beschreibung der Mohammedkrise und aus dem Verlauf der Krise Schlüsselworte 31 (eigene Übersetzung) suchen. Die Schlüsselworte sind Botschaften von grundlegenden Werten und einer bestimmten Gedenkweise. 32 Ein Schlüsselwort, das man aus den Erfahrungen holen kann, ist die Verbrennung der dänischen Flagge. Dieses Schlüsselwort ist etwas, was leicht verschiedene Gefühle bei den Dänen erwecken kann. Entweder hat man als Däne die Verbrennung der Flagge ernst genommen und versucht sich durchzusetzen, sich politisch zu äußern, wenn nicht persönlich, dann möglicherweise, indem man eine andere Person mit denselben Meinungen, unterstützte. Diese Meinungen können den Meinungen der Dänischen Volkspartei entsprechen. Wie schon erwähnt sind ihre Meinungen nationalistisch betont. In solchen Situationen entsteht die Möglichkeit dafür, dass eine Partei mit diesen Eigenschaften mehr Wähler und Mitglieder bekommt, wie es auch in Dänemark passiert ist seit der Mohammedkrise. Die dänische Volkspartei hat es geschafft, viele zu überzeugen, dass die Dänen und die dänische Weise, das beste ist. Wenn man sich in eine Partei, die großen Wert auf den Nationalstolz legen, ändert sich auch das eigene Nationalgefühl und der Nationalstolz, indem man offen dazu steht, dass z.b. die nationalen Symbole viel für das Nationalbewusstsein bedeutet. Die Verbrennung ist von Seiten der Moslimen als Beleidigung gemeint, aber wird nicht notwendigerweise genau wie auf der erwünschten Weise von den Dänen verstanden oder genommen. Entweder man fühlt sich beleidigt und verletzt, oder man fühlt sich nicht beleidigt. Wenn keine Gefühle geweckt werden durch diese provokativen Handlungen anderer Menschen, ist 30 Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser 31 Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser 32 Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser p.23 18

19 es deutlich, dass keine gewaltsame Zugehörigkeit zur Nation vorhanden ist. Die dritte Möglichkeit in diesem Zusammenhang ist, dass man sich zwischen den zwei Typen befindet. Die eigene Meinung von seinem Nationalbewusstsein und Nationalstolz passt nicht mit dem reellen Nationalbewusstsein und Nationalstolz. Viele in Dänemark haben herausgestellt, dass sie genau dieser Gruppe anzugehören als die Angriffe auf die Nation und ihre Symbole passiert sind. Manche sind aus den Stühlen gekommen und haben ihren Nationalstolz proklamiert. Diese Gefühle waren unbewusst gelagert und wurden im Alltag nicht als wirklich verstanden. Hierdurch sieht man ein Teil des Grundes wieso sich im Allgemeinen das Nationalbewusstsein geändert hat. 6.2 Hauptszenarien 33 Schaut man die Welt an, gibt es viele Symbole. Überall in dem Alltag sind sie da, oft werden sie nicht bemerkt, weil sie ein eingewachsener Teil des Lebens bekommen sind. 34 Untersucht man näher, wird es deutlicher welche kulturelle Eigenschaften die Menschen unterscheiden. Welche Symbole und Eigenschaften, die die Deutschen sich von Dänen und umgekehrt unterscheiden lassen. Diese Eigenschaften werden durch das ganze Leben, durch das womit wir uns beschäftigen und durch unsere Bekanntschaften bestimmt. Wenn das festgestellt ist, wird es klar, dass auch die Nation bestimmte Eigenschaften hat, die auf einem Plan, die Eigenschaften der Einwohner widerspiegelt. Diese Eigenschaften, die wenn sie nach langer Zeit so in das Nationsbild eingehämmert sind, zu typische Eigenschaften werden, sind Hauptszenarien. Ich werde nicht auf alle Hauptszenarien eingehen, sondern nur auf einige ausgewählten. Als Hauptszenario in diesem Kontext kann man wieder die Rede- und Pressefreiheit nennen und dass niemand in Dänemark sich zurückhält, wenn er eine Meinung von etwas hat. Die zentralen Gefühle und Werte die Dänen mit der Rede und Pressefreiheit verbinden, führen zurück in die Zeit. Keine heutigen Menschen in Dänemark könnten sich vorstellen, nicht alles was er möchte zu dürfen. Die Freiheit fast alles sagen zu können ist nichts worüber gedacht wird, es ist eine Selbstverständlichkeit. Wenn dann jemand von draußen versucht, anderem dieses Recht wegzunehmen, oder damit droht das Recht zu beschränken, werden die Betreffenden aggressiv und werden versuchen, all das was sie vorher für selbstverständlich hielten, zu verteidigen. Der Kampf 33 Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser p Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser pp

20 um die Rechte ändert die Meinungen von vielen. Sie hätten vielleicht vorher nie daran gedacht, dass sie sich als nationalistisch bezeichnen würden, aber im Vergleich zu anderen, sehen sie wie gut sie es zu Hause haben, und kein anderes Land hat so viel zu bieten, und kann die erstellten Erwartungen erfüllen. 6.3 Summierende Symbole Summierende Symbole sind auch eine Art von Schlüsselworte, die entwickelnd sind, sie sind ein Werkzeug um die Gefühle zu sortieren und um mit den Gefühlen umzugehen. 35 Im Buch von Ehn und Löfgren wird das Zuhause als Beispiel genannt, dieses Beispiel ist auch in dieser Aufgabe relevant. Da es für diese Aufgabe relevant ist, wie viele Dänemark als ihr Zuhause nennen würden, werde ich darauf eingehen welche Faktoren in Folge der Mohammedkrise Dänen dazu gebracht hat, die Auffassung von Dänemark als ihr Zuhause oder nicht zu ändern. Das Zuhause ist erst seit dem 100 Jahrhundert mit Gefühlen verbunden. Zuerst mit positiven Gefühlen, aber seitdem das Wort in viele Komposita verwendet wird, die mit eher negativen Eindrücken verbunden sind, wie Pflegeheim und Kinderheim, 36 wird es auch mit negativen Gefühlen verbunden. Das Zuhause ist ein Symbol für Zusammenhalt und für die Gesellschaft. Es kann das eigene Haus sein, oder wie in diesem Kontext die Nation. Die Mohammedkrise trägt ein Teil der Verantwortung dafür, dass einige ihre Auffassung von Zuhause geändert haben. Weil, wie in den oberen Abschnitten genannt, die Schlüsselsymbole durch die Mohammedkrise mehr zum Ausdruck gekommen sind, sind auch die Einwohner gezwungen gewesen, ihre Bindung zu der Nation zu überlegen. Das Zuhause ist etwas, was man verlässt, eine Grenze gegen eine äußere Welt, und etwas, wozu man zurückkehren soll. Heimweh entsteht natürlich erst, wenn man fern ist 37 (eigene Übersetzung) 35 Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser p Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser p Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser p. 28 Gullestad (1989), Rosengren (1991) 20

21 Billy Ehn und Orvar Löfgren erklären in diesem Zitat auf einer anderen Weise, was Matussek in dem, in Abschnitt 7.4, benutzten Zitat schlussverfolgert. Nämlich dass man das Zuhause erst richtig ernst nimmt oder zu sich nimmt, wenn man von dem Bekannten weg gewesen ist und andere Kulturen, Traditionen und Menschen erlebt hat. 6.4 Wofür hat man Angst Was einflösst Liebe und Verlangen und was kann Tränen und Lachen erzeugen? 38 Dass manche so stark auf genau dieser Problematik reagieren, hängt damit zusammen, dass Menschen Geborgenheit suchen, sie mögen es nicht, wenn das Bekannte bedroht wird, oder wenn das Heilige von außen bedroht wird. Die Angst zu verlieren liegt in jedem. Wie die wilden Tiere reagieren auch Menschen auf Drohung mit entweder Angriff oder Flucht. 7 Analyse der deutschen Verhältnisse Deutschland hat auch innerhalb der letzten Jahre eine Änderung der Attitüde des Volkes erlebt. Insbesondere die Fußball-WM, die in 2006 in Deutschland unter dem Motto zu Gast bei Freunden 39 stattfand, ist in der Entwicklung des Nationalbewusstseins von großer Bedeutung gewesen. Aus diesem Sicht, das dies viel für Deutschland bedeutet hat, werde ich in dieser Aufgabe versuchen genau wie groß eine Rolle die Fußball-WM gehabt hat zu erleuchten. Um die Verhältnisse zu erläutern wird das gleiche Analysemodell, wie bei den dänischen Verhältnissen, verwendet. Blickt man in die nahe Vergangenheit zurück um nach Ereignissen zu suchen, die beigetragen haben können zu der Änderung des deutschen Nationalbewusstseins, sieht man ein ganz deutliches Beispiel/einen der Gründe. Einer der größten Sachen, die in letzten 10 Jahren in Deutschland passiert ist, ist die Fußball-WM. Sowohl sportlich als auch, was für diese Arbeit/Aufgabe besonders wichtig ist, für die Nation als ein ganzes und zusammengebundenes Volk. 38 Ehn, Billy & Löfgren, Orvar, (2006) Kulturanalyser p Fußball-WM Homepage 21

22 7.1 Fußball-WM Die Fußball-WM hat, wie ein großer Sportevent immer, viele Zuschauer aus der ganzen Welt mit den nationalen Farben bemalt, angezogen. Auch in Deutschland sind die Fußballfans herausgekommen, und haben ihr Team angeheizt. Für jedes Spiel, das die deutsche Fußballmannschaft gewonnen hat, haben mehrere Deutsche ihr Fußballgeist gefunden, auch diejenigen, die zuvor keinen Fußball gesehen haben. Die deutsche Flagge ist in jedem Laden zu kaufen gewesen. Alle haben Schwarz-rot-gold im Gesicht gemalt, und die Fußballmannschaft mit Liedern gestützt. Die Fußball- WM lief unter dem Slogan Zu Gast bei Freunden was gut zu den Meinungen der Deutschen steht. 40 Sie meinen, dass die Deutschen im Allgemeinen sehr Ausländerfreundlich sind. 7.2 Schlüsselsymbole Durch diese erhobene Stimmung im ganzen Land kann man auch bestimmte Schlüsselsymbole herausziehen, die bestimmten Gefühlen bei den Deutschen hervorbringen. Fußball ist nicht nur aus den offenbaren Gründen ein Schlüsselwort, sondern auch weil es bei Menschen ein großer Teil des Lebens sein kann, und dadurch große Gefühle mit sich bringt. Es ist so in Deutschland. Es gab vor der Fußball-WM Fußballfans, und sie gibt es immer noch. Doch haben sie sich durch den Erfolg, den die Fußballmannschaft bei der WM erzielt hat, formiert. Alle sind nicht nach der WM dabei geblieben, aber das Gefühl als Volk eine Bindung aneinander zu haben, hat das Volk sich erlaubt in vollem zu genießen. Schaut man auf die Figur 41, die in den Anlagen zu finden ist, sieht man, dass über die Hälfte der Befragten meint, dass man auf sein Land stolz sein kann, ohne dass es unbedingt mit Nationalismus zusammenhängt. Zu erkennen oder dazu zu stehen, dass man auf sein Land stolz sein kann, ist ein großer Schritt in Deutschland. Denn zeit der Regierungszeit von Hitler, ist Nationalismus ein stark negativ geladenes Wort gewesen. 42 Doch diese Angst den Stolz zu zeigen, und überhaupt zu fühlen, hat es für andere Nationen schwieriger getan, Deutschland als eine selbständige Nation zu sehen. 40 Der Identity Foundation. Deutsch-Sein ein neuer Stolz auf die Nation im Einklang mit den Herzen p Bundeszentrale für politische Bildung (2001) 42 Claussen, Detlef. 22

23 Als eine Nation, die auch ohne die Drohungen des Diktators schwierig ernst zu nehmen gewesen ist. 7.3Hauptszenarien Das typisch deutsche wird hier eher zu was untypisch deutsch ist. Früher ist es nicht so gewesen, dass man sich um richtig deutsch zu fühlen unbedingt bei Geburtstagen, Hochzeiten oder Feiertagen flaggen sollte, wie es in Dänemark üblich ist. Die Flagge hat zuvor keine große Rolle gespielt. Im Ausland hatte man sogar auf die Flagge ganz verzichtet, denn nicht überall ist es eine Freude gewesen als Deutscher abgestempelt zu werden. Während dieser WM hat sich das Verhalten der Flagge gegenüber radikal geändert. Alle haben die Flagge getragen, als Kleid, als ein Kopftuch oder auf den Wangen gemalt. Wie dieses Stück Stoff eine Nation verändern kann, ist durch das Gefühl sich als eine Gruppe zu fühlen, zu verstehen. Alle streben danach eine Gruppe zu gehören, die Menschen sind Herdentiere und egal womit wir uns beschäftigen, versuchen wir uns anzupassen. Die Deutschen sind an dem Punkt gekommen, wo das Volk die Lust hatte sich als Volk durchzusetzen. Sie haben durch das Verhalten; mit den deutschen Farben bemalt, die Nationalhymne zu singen und die Nationalmannschaft zu unterstützen, Kriterien gesetzt, die ein Rahmen gebildet. Dass zeigt, dass um richtig deutsch zu sein, oder ein Teil dieser Gruppe zu sein, muss man sich einordnen. 7.4 Die Gesellschaft Die deutsche Demokratie wird als eine junge Demokratie bezeichnet, was auch teilweise stimmt, denn Deutschland, als es heute bekannt existiert nicht seit langem, aber vor dem Nationalsozialismus gab es auch eine deutsche Demokratie 43. Das Volk hat sich als Folge ihrer Geschichte gezwungen gefühlt, keine hohe Kriterien zu setzen, wenn andere in ihr Land reisen mochten, es ist freundlich gegenüber den Ausländer gewesen und hat nicht so stark die Grenzen zwischen uns und die Andere gezogen. Indem, dass man die nationalen Symbole früher nicht so 43 NRW Die Weimarer Republik: Demokratie und Untergang 23

24 oft benutzt und gezeigt hat, haben sich die Ausländer sich auch nicht von Außen viel von den Deutschen unterschieden. Nichts stimuliert die Liebe zum eigenen Land offenbar so sehr, als wenn man es ständig gegen Klischees und Herabsetzungen zu verteidigen hat. Insofern konnte es nichts Anregenderes geben für einen eher unzuverlässigen Patrioten wie mich, als eine Zeit in England zu verbringen 44 Ich kramte und raffte zusammen, was mir auf die Schnelle an großen Deutschen einfiel. Wir, die Erben der Römer! Arminius, Karl der Große, Barbarossa! Gutenberg, Beethoven, Heine, Bonhoeffer, Lubitsch, Beckenbauer, Heidi Klum! 45 Im ersten Zitat erklärt Matussek wie man im Ausland, konfrontiert mit den schlechteren Seiten seines Landes, ein größerer Patriot wird. Das Nationalgefühl steigt, wenn man davor steht, sein Land und sich selbst zu verteidigen. Wenn andere die eigene Nation beleidigen oder schwere Vorurteile gegen einen aufstellen, fühlt es sich auch wie einen Angriff auf die eigene Person an. Man muss sich selbst und seine Landsmänner verteidigen, indem man positive Dinge, die man vielleicht zuvor kein Gedanke geschenkt hätte, hervorhebt. Dies beschreibt Matussek näher im zweiten Zitat. Hier steht er selber in der Situation, das Gefühl zu haben, die Beleidigung der Nation und seiner Person zurückweisen zu müssen. Das Bild, das Deutschland gut beschreibt, was die Ausländerpolitik betrifft, ist wie ein bunter Regenschirm. Der Regenschirm ist groß und beschützt vor Regen und Schnee. Dem Regenschirm ist es egal, welche Farbe man hat oder welche Religion man praktiziert, alle können unter diesen Regenschirm kommen. Er. Das Land ist immer mit offenen Armen gestanden. Es hat viele Einwandere und Ausländer zu sich genommen. Die Gesetzte in Deutschland oder die Ausländerpolitik, sind nicht so streng wie die dänischen gewesen. Dieser Leichtsinn ist ein Resultat der Geschichte. Seitdem die Bundesrepublik Deutschland existiert, versucht sie alles wieder gut zu machen. Sie hat versucht ihren Ruf zu ändern, indem sie es für die Ausländer leichter gemacht hat ihre Familien nach Deutschland zu holen. Manche unschuldigen Deutschen haben sich in ihrem eigenen Land nicht Zuhause gefühlt, und kompensieren dafür, indem sie die Intentionen gehabt 44 Matussek, Matthias (2007) Wir Deutschen warum die anderen uns gern haben können p Matussek, Matthias (2007) Wir Deutschen warum die anderen uns gern haben können p

25 haben, den Ausländer ein Zuhause zu geben. Ein Zuhause, wo die Ausländer sich selbst sein konnten. 8 Die Situation umgekehrt 8.1 Fußball-WM in Dänemark Was wenn die beiden Situationen in den anderen Ländern passiert wären? Hätten sie die gleichen Gefühle und Konsequenzen aufgelöst? Denkt man sich die Situation anders und stellt sich vor, dass die Fußball-WM in Dänemark stattgefunden hätte, sieht man ein anderes Szenario. Schaut man die obenausgeführte Analyse an und benutzt man die Resultate, sieht man, dass die Fußball-WM in Dänemark nicht so viel für das Nationalbewusstsein getan hätte. Die Dänen haben, mit der Flagge in der Hand gefeiert, seitdem sie von dem Himmel fiel. Zu sagen, dass keine großen Veränderungen passieren würden, ist nur teilweise die Wahrheit. Es ist ganz im Sinne des dänischen Verhältnisses zum Sport und zum Feiern, bei dieser Gelegenheit richtig zusammen zu kommen und eine große Feier zu machen. In Dänemark sind die Feiertraditionen von einer anderen Welt. Bei jedem Anlass sei es Familienfeier, Feiertag oder Sportevent, werden die Dänen heftig trinken, ohne an anderes als die Gemütlichkeit und sich zu amüsieren zu denken. Ein Event dieser Größe wäre ein willkommenes Geschenk für diejenigen, die diese Traditionen mögen. Der größte Effekt, der die WM auf Dänemark als Gastland haben würde, wäre auf die Touristenzahlen und auf die ökonomischen Vorteile, die sich dieser Event mitbringen würde. 8.2 Mohammedkrise in Deutschland Die Mohammedkrise in Deutschland ist tatsächlich halbwegs passiert, denn nachdem die dänische Zeitung die Zeichnungen veröffentlicht hatten, haben auch mehrere deutsche respektierte Zeitungen, so wie die «Welt», die «Berliner Zeitung», der «Tagesspiegel» und die «Financial Times Deutschland» 46 Zeichnungen von dem Propheten nachgedruckt. Es ist unmöglich die zwei 46 Netzeitung (2006). SPD-Experte verteidigt Mohammed-Satire 25

26 verschiedenen Reaktionen der Völker über einander zu stellen auf der Grundlage, dass sie dänische Zeitung schon schockiert hatte und deswegen hat die deutsche Zeitung keine Skandale auf Niveau mit der dänischen gebracht. In demselben Artikel wird auch der SPD-Medienpolitiker Jörg Tauss zitiert. 47 Seiner Meinung nach sind die Zeichnungen mit der Rede und Pressefreiheit zu verteidigen. Die Rede und Pressefreiheit umfasst auch die Karikaturisten und ihre Arbeit. Wie lächerlich wollen wir uns noch machen? Es wird Zeit, daß wir diesen Mehltau an Vermurkstheiten abschütteln - und es geschieht. Schon seit geraumer Zeit macht sich eine neue, unbekümmerte Generation hörbar und sichtbar, im Kino genauso wie in der Literatur oder im Pop. Sie ist kosmopolitisch, sie ist unverkracht, und sie ist Deutschland. 48 Matussek beschreibt hier wie er es erlebt jetzt in Deutschland. Die jungen Deutschen, oder eine neue unbekümmerte Generation wie er sie nennt, sind bereit etwas gegen das schlechte Nationalgefühl Deutschlands zu tun. Junge Bands wie Juli, Silbermond und Tokio Hotel 49 singen auf Deutsch und promovieren in ihrem eigenen Land die deutsche Sprache. Tokio Hotel ist eine vierköpfige Band, die mit deutschsprachigen Liedern, auch im Ausland sehr erfolgreich sind. Sie singen auf Deutsch und fühlen sich nicht unwohl zu sagen Wir kommen aus Deutschland, trotzdem haben sie es im Ausland geschafft Fans zu gewinnen, dies zeigt, dass nicht die Auffassung, die die Deutschen von sich selbst haben, sondern auch die von den anderen Völkern sich ändert. Sie haben Fans in der ganzen Welt dazu gebracht Deutsch zu lernen. Dadurch, dass man im Ausland Deutsch singen kann und stolz zeigt, dass man aus Deutschland kommt, sieht man, dass das Nationalgefühl in den letzen Jahren geändert worden ist. 47 Netzeitung (2006). SPD-Experte verteidigt Mohammed-Satire 48 Spiegel Online 26

27 9 Konklusion Nationalbewusstsein ist ein umfangreiches Thema, das in alle seine Aspekte eine endlose Debatte ist. Was dazu beiträgt den Nationalstolz zu erhöhen oder wieso Menschen gar keinen Nationalstolz haben, wird seit langen von manchen Theoretikern untersucht und es wird auch in Zukunft so bleiben. Durch diese Aufgabe habe ich untersucht wie es sich in Deutschland und Dänemark mit dem Nationalbewusstsein verhält. Wie im Abschnitt 5 beschrieben, sind die Dänen von ihrer langen Geschichte als Demokratie beeinflusst. Sie haben in der Vergangenheit keine unangenehmen Sachen erlebt, die sie in den Augen anderer Völker, in ein schlechtes Licht stellen würden. Die nationalen Symbole sind immer und oft verwendet worden. Die Flagge ist als nationales Symbol das beliebteste gewesen. Egal wo man in Dänemark hinfährt, wird man die dänische Flagge sehen, egal ob bei Beerdigung oder Hochzeit. Diese Flagge zusammen mit der dänischen Krone sind die Symbole, die die Werte von den Dänen am besten repräsentieren. Die Dänen haben zu dem Euro nein gesagt und die Krone behalten. Die Krone ist für viele ein Zeichen dafür, dass die Dänen eine geschlossene Gruppe repräsentiert, die nur von außenkommenden Menschen in die Gruppe aufnehmen werden, wenn sie verstehen die Normen zu akzeptieren. Die Analyse hat gezeigt, dass eine Krise zwei Konsequenzen haben kann, was das Nationalbewusstsein betrifft. Entweder werden die Einwohner sich mehr an der Nation verbunden fühlen oder sie werden sich von ihr entfernen. In Dänemark hat die Mohammedkrise dazu geführt, dass das Land in zwei gespalten worden ist. Die eine Hälfte hat durch die Diskussionen von der Rede und Pressefreiheit zu ihren inneren dänischen Werten hereingefunden. Sie wird bei den Gesetzen stehen, so wie sie immer gewesen sind. Die andere Hälfte fühlt sich von der wir sind besser und wissen besser Attitüde der Dänen und der Presse. Die Meinungen, die Dänen könnten alle andere Völker und Religionen kränken und höhnen, wenn sie möchten. Nur aus dem Grund, dass die Gesetze das Volk Rede und Pressefreiheit erlaubt. Die Deutschen haben, was das Nationalbewusstsein angeht, mehrere Barrieren gehabt, die abgebaut werden sollten, ein Vorgang, der noch im Gang ist. Die Vergangenheit ist von dem Nationalismus geprägt. Die Vergangenheit hinterlässt noch immer tiefe Spuren in das Nationalgefühl. Die Deutschen haben versucht eher Weltbürger als Deutscher zu sein. Es ist für die Deutschen leichter gewesen Weltbürger zu sein, dann mussten sie sich nicht mit dem Land und der 27

28 Geschichte identifizieren. Doch in der Welt heute, wo die Grenzen geöffnet werden und die europäischen Länder sich fast zu einem großen Land geworden sind, versuchen sie Völker wieder zurück zu den alten Traditionen zurück zu finden. Aus Deutschland ist von diesem Trend berührt. Sie haben vermocht die Fußball-WM, die in 2006 in Deutschland stattfand, voll und ganz positiv als Motivation für eine Änderung des Nationalbewusstseins auszunutzen. Die Fragen, die in der Problemformulierung gestellt wurden, sind durch die Aufgabe untersucht worden. Mittels des Analysemodells von Ehn und Löfgren, bin ich zu Ergebnissen gekommen, die meine Erwartungen vor Beginn des Analyseprozesses und das Ziel der Aufgabe erfüllen. 28

29 10 Bibliografie Adriansen, Inge (2003a). Nationale symboler i det danske rige Bind I. Kopenhagen: Museum Tusculanums Forlag Bourdieu, Pierre (1995). Distinksjonen En sosiologisk kritikk av dømmekraften. Pax Forlag Bundeszentrale für politische Bildung (2001) < Claussen, Detlef. Vergangenheit mit Zukunft. Über die Entstehung einer neuen deutschen Ideologie in: Die neue deutsche Ideologie Einsprüche gegen die Entsorgung der Vergangenheit hrg. von W.Eschenhagen < DR Nyheder Research (2006) Muhammed-krisen dag for dag < Der Identity Foundation. Deutsch-Sein ein neuer Stolz auf die Nation im Einklang mit den Herzen < ch-sein/studie%20deutsch-sein_final_klein.pdf> Duden: das Fremdwörterbuch < Duden: das Universalwörterbuch < Kruuse, Helle Nissen (2007) Retssag om ytringsfrihed. ejour <

30 Larsen, Christian Albrekt (2008). Danskernes nationale forestillinger. Aalborg. Aalborg Universitetsforlag. Oehlenschläger Adam. Fædrelandssang Der er et yndigt land (1819) Link, Jürgen & Wülfing, Wulf (1991) Nationale Mythen und Symbole in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Strukturen und Funktionen von Konzepten nationaler Identität. Stuttgart: Klett-Cotta Lucius, von Robert (2004). Diskrete Politik Die Dänen sind zufrieden. Das Parlament nr.43 < Matussek, Matthias (2006). Wir Deutschen. Warum die Anderen uns gern haben können. Frankfurt a.m: S. Fischer. Matussek, Matthias (2009). < Matussek, Matthias (2006). Ein neues deutsches Gefühl. Spiegel Online < > Netzeitung (2006). SPD-Experte verteidigt Mohammed-Satire < NRW Die Weimarer Republik: Demokratie und Untergang < Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (2006) Internetseite von Fußball-WM 2006 <

31 Reichel, Peter (2005). Schwartz-Rot-Gold. Kleine Geschichte deutscher Nationalsymbole. München: C.H. Beck. Schneider, Rolf (2000). Sonderwege gingen alle. Die Welt Online < Schröder, Richard (1993). Deutschland. Schwierig Vaterland. Breisgau Verlag Herder Freiburg. Socialistisk Arbejderparti (2000). < Zank, Wolfgang (2006). In der Festung Dänemark. Die Zeit Online <

32 11 Anlagen Duden: Artikelansicht Na ti on die; -, -en lat.(-fr.) : 1. große, meist geschlossen siedelnde Gemeinschaft von Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Sprache, Kultur. 2. Staat, Staatswesen Artikelansicht Na ti on die; -, -en unter Einfluss von fr. nation aus lat. natio das Geborenwerden; Geschlecht; Volk(sstamm) : 1. große, meist geschlossen siedelnde Gemeinschaft von Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Sprache, Kultur. 2. Staat, Staatswesen. na ti o nal aus gleichbed. fr. national; vgl. Nation : a) zur Nation gehörend, sie betreffend, für sie charakteristisch; b) überwiegend die Interessen der eigenen Nation vertretend, vaterländisch. na ti o nal..., Na ti o nal... zu national : Wortbildungselement mit der Bedeutung die [eigene] Nation betreffend, einem bestimmten Staat zugehörig; die Interessen der eigenen Nation [übertrieben] vertretend, z. B. Nationalökonomie, Nationalstaat. Na ti o nal at las der; Gen. - u. -ses, Plur. -se u....lanten: systematische Kartensammlung mit überwiegend thematischen Karten für den Bereich eines Staates. na ti o na lịs tisch zu...istisch : (meist abwertend) den Nationalismus (a) betreffend, aus ihm erwachsend, für ihn charakteristisch, im Sinne des Nationalismus. Na ti o nal so zi a lis mus der; -: (nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland aufgekommene) extrem nationalistische, imperialistische u. rassistische Bewegung [u. die darauf basierende faschistische Herrschaft in Deutschland von 1933 bis 1945]. Artikelansicht 32

33 Wẹlt bür ger, der: jmd., nach dessen Anschauung alle Menschen gleichwertige u. gleichberechtigte Mitglieder einer die ganze Menschheit umfassenden Gemeinschaft sind u. die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nation von untergeordneter Bedeutung ist; Kosmopolit. Quelle: Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6., überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim Kruuse, Helle Nissen (2007) Retssag om ytringsfrihed. EJOUR: Muhammed-tegningerne findes stadig mange steder på nettet Af Helle Nissen Kruuse, [email protected], medlem af ejours redaktionsgruppe Inden for de næste par uger falder afgørelsen i den franske retssag om det satiriske ugeblad Charlie Hebdo's offentliggørelse af et par af Jyllands-Postens Muhammed-tegninger. Datoen 15. marts er blevet nævnt. Da ejour for et år siden gjorde op, at 143 aviser i 56 lande havde gengivet en eller flere af de 12 Muhammed-tegninger fra Jyllands- Posten, blev status for Frankrigs vedkommende, at ni aviser havde gengivet tegningerne helt eller delvis omkring 2. februar Nu har jeg været tilbage på et digitalt besøg hos de franske aviser. Jeg kan konstatere, at man på nettet stadig kan møde tegningerne i flere franske medier. Uden passwords eller andre blokeringer. Le Nouvel Observateur har ladet alle 12 tegninger forblive tilgængelige i avisens nouvelobs. Le Monde lavede i fjor en billedserie om tegningssagen, og den ligger også på nettet i dag. Le Monde viser her det norske Magasinets gengivelse af alle 12 JP-tegninger (nr 1), die Welts gengivelse af bombe-tegningen (nr 3), France Soirs opslag med alle 12 tegninger (nr 5). Le Monde-billede nr 4 er France Soirs egen tegning, nr 7 er Le Mondes egen, og nr 8 er Charlie Hebdos forside med bladets egen tegning af Muhammed, der begraver ansigtet i hænderne og siger, at 'det er hårdt at være elsket af fjolser'. Charlie Hebdo trykte udover sin egen også to JP-tegninger i fjor, men de findes ikke på nettet og har aldrig ligget der. Hvorfor kun ugebladet? Når så mange franske aviser har trykt tegningerne, og flere til forskel fra Charlie Hebdo stadig viser dem på nettet, hvorfor i alverden er det så alene en lille satirisk ugeavis, som er blevet trukket i retten af tre muslimske organisationer, anklaget for injurier og med krav om seks måneders fængsel og en bøde på op til euro? Det har jeg ikke set nogen give et troværdigt bud på. Jyllands-Posten har i et retsreferat 9. februar fra Paris skrevet, at organisationerne betragter det som en skærpende omstændighed, at ugebladet "valgte at trykke tegningerne fem måneder efter Jyllands- Posten, da alle vidste, at mange muslimer følte sig krænkede." Men den skærpelse må jo så omfatte de mange andre franske aviser, for de trykte tegningerne samtidig med Charlie Hebdo. Man kunne vel argumentere for, at den påståede krænkelse stiger med udbredelsen, og så havde det været mere nærliggende at rejse retssag mod nogle af de store franske medier, der også har lagt tegningerne på nettet -- hvor de endda har kunnet ses et års tid? Mon det blev vurderet som sværere at få dømt en af de store og magtfulde aviser end et lille ugeblad? Eller hvad med et virkelig format over sagen og anklage selveste avisernes globale sammenslutning, the World Association of Newspapers (WAN), der fra sit hovedsæde i Paris selv gengav JP-siden med de 12 tegninger i sin blog i februar i fjor; den kan også stadig ses i dag. Det europæiske journalistforbund EFJ er en af de få kritikere af, at ugeavisen er alene i retten, når andre medier også har offentliggjort tegninger. "Det er upassende, og vi appellerer til, at retten dropper anklagerne mod Philippe Val og hans magasin," har formanden Arne 33

34 König udtalt 9. februar. Stadig i Jyllands-Posten Arnestedet for røret, morgenavisen Jyllands-Posten opsamler løbende sin dækning af Muhammed-sagen og dens sideskud på et netsted med en halv snes undersider, den ældste her, hvor man også finder et link til Flemming Roses tekst (dateret 29. sept aften) til den verdenskendte avisside med de 12 tegninger 30. september Selve tegningerne skal man over i e-avisen for at se igen. Det var i den tekst, vi kunne læse: "Det moderne, sekulære samfund afvises af nogle muslimer. De gør krav på en særstilling, når de insisterer på særlig hensyntagen til egne religiøse følelser. Det er uforeneligt med et verdsligt demokrati og ytringsfrihed, hvor man må være rede til at finde sig i hån, spot og latterliggørelse. Det er bestemt ikke altid lige sympatisk og pænt at se på, og det betyder ikke, at religiøse følelser for enhver pris skal gøres til grin, men det er underordnet i sammenhængen. Det er således ikke tilfældigt, at folk i totalitære samfund ryger i fængsel for at fortælle vittigheder eller afbilde diktatorer kritisk. Det sker som regel med henvisning til, at det krænker folkets følelser." Er Voltaires Frankrig totalitært? Afvist i Strasbourg I Strasbourg har Menneskerettighedsdomstolen fornylig afvist at behandle en klage over Danmark på grund af tegningerne. Det oplyser det danske Institut for Menneskerettigheder. En marokkaner havde klaget på vegne af et par hjemlige foreninger. Domstolen afviste behandling med den begrundelse, at klager og foreninger ikke havde nogen forbindelse med Danmark. Jeg skal ikke påstå, at udfaldet var blevet et andet, hvis klageren havde henvist til tegningernes udbredelse på det globale internet. Men det argument blev slet ikke fremført. Ingen tiltale i Egypten Det første land uden for Danmark, der gengav JP-tegningerne, var vistnok Egypten. Her publicerede Al Fagr flere af tegningerne, og besynderligt nok er der aldrig rejst tiltale mod avisen i dette land, der ellers er gennemsyret af Islam. Ikke blot offentliggjorde avisen tegningerne. Avisens gengivelse er også blevet viderebragt flere steder i egyptiske blogs, bl.a. her, hvor avissiden kan ses endnu i dag. Jeg har her sidst i februar spurgt en bekendt i Egypten, hvad der siden er sket med avisen Al Fagr. Men svaret lød "ingenting". Avisen lever, har det godt og er i blomstrende fremgang. Bemærk: Vi prøver at linke præcist. Men konsekvensen kan af og til være, at brugerne møder et dødt link, fordi stoffet siden er blevet flyttet til en ny plads på netstedet. Så må I prøve at lede lidt på stedet. Oehlenschläger Adam. Fædrelandssang Der er et yndigt land (1819): 34

35 Adam Oehlenschläger: Fædrelandssang Der er et yndigt land (1819) "Ille terrarum mihi præter omnes Angulus ridet." - Denne krog af verden tilsmiler mig fremfor alle, Horats. Der er et yndigt land, det står med brede bøge nær salten østerstrand; det bugter sig i bakke, dal, det hedder gamle Danmark, og det er Frejas sal. Der sad i fordums tid de harniskklædte kæmper, udhvilede fra strid; så drog de frem til fjenders men, nu hviler deres bene bag højens bautasten. Det land endnu er skønt, thi blå sig søen bælter, og løvet står så grønt; og ædle kvinder, skønne mør, og mænd og raske svende bebor de danske øer. Vort sprog er stærkt og blødt, vor tro er ren og lutret og modet er ej dødt. Og hver en dansk er lige fri, hver lyder tro sin konge, men trældom er forbi. Et venligt syd i nord er, grønne Danarige, din aksbeklædte jord. 35

36 Og snekken går sin stolte vej. Hvor plov og kølen furer, der svigter håbet ej. Vort Dannebrog er smukt, det vifter hen ad havet med flagets røde bugt. Og stedse har sin farve hvid dit hellige kors i blodet, o Dannebrog, i strid. Karsk er den danskes ånd, den hader fordoms lænker, og sværmeriets bånd. For venskab åben, kold for spot, slår ærlig jydes hjerte, for pige, land og drot. Jeg bytter Danmark ej for Ruslands vinterørkner, for sydens blomstermaj. Ej pest og slanger kender vi, ej Vesterlandets tungsind, ej Østens raseri. Vor tid ej står i dunst, den hævet har sin stemme for videnskab og kunst. Ej Brages og ej Mimers råb har vakt i lige strækning et bedre fremtids håb. Ej stor, vor fødestavn, dog hæver sig blandt stæder dit stolte København. Til bedre by ej havet kom, ja ingen flod i dalen, fra Trondhjem og til Rom. 36

37 Med hellig varetægt bevare du, Alfader! vor gamle kongeslægt. Kong Fredrik ligner Fredegod; hvor er en bedre fyrste, af bedre helteblod? Hil drot og fædreland! hil hver en danneborger, som virker hvad han kan. Vort gamle Danmark skal bestå, sålænge bøgen spejler sin top i bølgen blå. Fædrelands-Sang, optrykt i Samlede Digte, II, Genoptr. DIH Kildebind s. 141 aksbeklægt: frugtbar, rig på korn karsk: rask, sund dunst: tåge, omtåget tilstand Brage og Mimer... i lige strækning: (her) poesi og videnskab... i samme omfang Lucius, von Robert (2004). Diskrete Politik Die Dänen sind zufrieden. Das Parlament nr.43: Robert von Lucius Diskrete Politik Die Dänen sind zufrieden Druckversion. Allenfalls an Fernsehabenden, an denen die dänische Fußballmannschaft Chancen hat auf das Finale eines internationalen Wettbewerbes, sind die Einschaltquoten noch höher. Sonst wiederholt sich alljährlich am Neujahrstag um sechs Uhr das gleiche Zeremoniell: Jeder Däne sitzt vor dem Fernsehschirm und hört die Neujahrsansprache von Königin Margrethe II. Auch wenn sie zur politischen Neutralität gehalten ist, kann sie sich bisweilen deutliche Worte erlauben. Vor genau 20 Jahren rief sie bei der Neujahrsansprache die Dänen dazu auf, "dumme" Äußerungen gegenüber Neueinwanderern zu unterlassen; und als Dänemark vor zwei Jahren wegen einer scharfen Ausländerpolitik allerorten kritisiert wurde, verstand jeder Däne ihre nur scheinbar 37

38 beiläufige Bemerkung, Dänen seien stets ein gastfreies und weltoffenes Volk gewesen. Bei anderen Neujahrsansprachen forderte sie Solidarität gegenüber Entwicklungsländern, Umweltbewusstsein oder Vertrauen untereinander. Dieses Vertrauen haben sie und ihre Familie sich indes verdienen müssen. Dass es nicht unbegrenzt ist, zeigt die verhaltene Kritik an einem Zeitungsinterview ihres jüngeren Sohns Joachim im Spätsommer, der sich besorgt zeigte über die Zukunft der dänischen Landwirtschaft nach der EU- Erweiterung. Politiker und Historiker des Königshauses verwiesen auf knapp Euro EU- Subventionen, die Prinz Joachim als Landwirt auf der Schackenborg in Süddänemark erhält; es sei unerlässlich für die Zukunft des Königshauses, dass dessen Mitglieder sich aus politischen oder wirtschaftlichen Kontroversen heraushielten. Die dänische Monarchie gilt als die älteste der Welt, zumindest aber Europas. Margrethe ist die 54. in dieser direkten Linie dänischer Monarchen, die sich über drei Jahrtausende hinweg auf den 958 verstorbenen Gorm den Alten zurückleiten lässt. Wie Island, das bis 1944 zum Königreich gehörte, verband es früh Wahl und Amt: Bis zur Einführung des Absolutismus 1660 wurde der Monarch gewählt, auch wenn meist der älteste Sohn des Königs seinem Vater folgte. 1849, als andere europäische Fürsten freiheitliche Gedanken unterdrückten, erhielt Dänemark eine demokratische Verfassung und eine konstitutionelle Monarchie; und früher als in den anderen nordischen Monarchien in Schweden und Norwegen wurde 1953 die weibliche Erbfolge eingeführt. In der staatsrechtlichen Stellung gleicht Dänemark Norwegen, wobei dessen König, als Vorsitzender des wöchentlichen Kabinettstreffens noch eine stärkere Stellung besitzen dürfte. Die schwedische Monarchie dagegen verlor mit einer Verfassungsreform vor knapp 30 Jahren jeden politischen Einfluss. Und in Schweden tritt die Mehrheit des Reichstages für eine Abschaffung der Monarchie ein. Auch in Norwegen gibt es republikanische Politiker und Parteien. In Dänemark undenkbar: Dort tummelt sich im Reichstag und außerhalb eine bunte Vielfalt von Parteien, aber keine kam seit der Thronbesteigung Margrethes Anfang 1972 je auf den Gedanken, für eine Abschaffung des Königshauses einzutreten. Ihre starke Stellung beruht auf dem Traditionsbewusstsein und natürlichen Patriotismus der Dänen, aber mehr noch auf der Rolle, die ihre Familie und sie sich geschaffen haben. So wie die norwegische Monarchie den Widerstand gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg anführte und die Königsfamilie ins britische Exil ging, war auch Christian X., der Großvater Margrethes, ein Sinnbild für stillen, aber festen Widerstand. Während das schwedische Königshaus etwa wenige Monate vor Kriegsende noch an der Wiederöffnung der Deutschen Schule in Stockholm unter der Hakenkreuzfahne teilnahm, ritt Christian in den Jahren der Besetzung durch die Straßen Kopenhagens und wurde dadurch zum Symbol nationaler Einheit, so wie er als "Reiterkönig" 1920 gleich zur Wiedervereinigung Nordschleswigs mit Dänemark über die Grenze ritt. Christian führte noch den mittlerweile still unterschlagenen Titel "König von Dänemark, der Wenden und der Gothen, Herzog von Schleswig, Holstein, Stormarn, Dithmarschen, Lauenburg und Oldenburg" - das Königshaus selber ist adelsrechtlich das Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg- Glücksburg. Sein Sohn Frederik IX. verkörperte die volkstümlichen Werte der Nachkriegszeit, während dessen älteste Tochter Margrethe eine gediegene Ausbildung - sie studierte in Kopenhagen, Århus, Cambridge, an der London School of Economics und an der Sorbonne - mit Charme und künstlerischem Talent verbindet: Bühnen vom Tivoli bis zum Königlichen Theater nutzen ihre Bühnenentwürfe. Königliches Theater: Selbst in Großbritannien dürfte das Beiwort "königlich" weniger oft als in Dänemark genutzt werden, von der Bibliothek über das Ballett und die Porzellanmanufaktur bis zu Hoflieferanten schmücken sich viele Unternehmen damit. Margrethe nutzt ihre Möglichkeiten, politisch zu wirken, diskret. Da sie aber vom Ministerpräsidenten und Außenminister regelmäßig unterrichtet wird und sich vor der 38

39 Unterzeichnung der Gesetze informiert, steht sie nicht nur bei Staatsbesuchen und Brückeneröffnungen im oder zumindest nahe dem Mittelpunkt. Ihren "Job", wie sie ihre Aufgabe spöttelnd nennt, wolle sie mit der gleichen Energie füllen wie es Verantwortliche in der Privatwirtschaft tun. Nach der Verfassung hebt sich ihre Rolle wenig ab von jener anderer Staatschefs. Das Land nach außen zu repräsentieren und nach innen zu einen. Mit ihrer Entscheidung, sanft aber deutlich auf Fehlentwicklungen in der Gesellschaft hinzuweisen, ähnelt sie der Aufgabe, die einige der deutschen Bundespräsidenten erfüllten. Eine ihrer als gewagt empfundenen Neuerungen in der Geschichte der dänischen Monarchie sind Pressekonferenzen: Sie ist selbstbewusst und firm genug, auch auf schwierige Fragen zu antworten, aber für allzu schwierige Fragen sind dänische Journalisten dann doch zu ehrerbietig - mit einem echten, nicht aufgesetzten Respekt. Wenig beachtet oder zumindest außerhalb Dänemarks bekannt ist eine andere Aufgabe, mit der sich Margrethe II. von den meisten anderen Staatsoberhäuptern abhebt: Sie ist Oberhaupt der nationalen Kirche, die in Dänemark nicht Staatskirche heißt, sondern Volkskirche. Die evangelisch-lutherische Kirche ist neben dem Staatsgebiet, der Monarchie und der Gewaltenteilung die vierte Grundlage, auf dem das dänische Staatswesen beruht, aufgezählt gleich zu Beginn der Verfassung von Enger als in jedem anderen Staat Europas ist in Dänemark die Verflechtung von Staat und Kirche. Königin und Kirchenministerin gemeinsam, nicht die Kirchensynoden oder Bischöfe, entscheiden über Liturgie, Rituale, Bibelübersetzungen, die äußere Gestaltung des Psalterbuches. Religionsfreiheit gibt es zwar in Dänemark, nicht aber für den Monarchen, der Lutheraner sein muss. Ihre Zuwendung versucht Margrethe allen Landesteilen zu zeigen, nicht nur durch regelmäßige Fahrten auch mit der Dannebrog, einer der letzten Königsjachten der Welt, "in die Provinz" und durch wechselnde Aufenthalte in ihren Schlössern, vom Stadtschloss Amalienborg bis zu zwei Sitzen im Süden und der Mitte Jütlands. In Grönland schaffte es Kronprinz Frederik gar, einen Landstreifen nach sich benannt zu erhalten, nachdem er, der Sportler, auf Hundeschlitten drei Monate durch Grönlandeis zog. Schon kurz nach der Hochzeit mit der Australierin Mary Donaldson im Mai fuhr er auch mit ihr dort Schlitten. Warum diese Hochzeit in Deutschland so populär gewesen sei, wurde Königin Margrethe unlängst von deutschen Journalisten gefragt, und ihre Antwort war ebenso diplomatisch wie schelmisch: Sie sei doch keine Soziologin. Robert von Lucius ist Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" für Nordeuropa und die baltischen Länder. Matussek, Matthias (2006). Ein neues deutsches Gefühl. Spiegel Online: MATTHIAS MATUSSEK "Ein neues deutsches Gefühl" Von Matthias Matussek In seinem neuen Buch "Wir Deutschen" plädiert SPIEGEL-Kulturchef Matthias Matussek dafür, unser Verhältnis zur Nation neu zu bestimmen. Der folgende Text ist ein Auszug aus im S. Fischer Verlag erschienenem Band. Zu den eigentümlichsten Bewegungen der Globalisierung gehören die immer mächtigeren antiglobalistischen Unterströmungen. Je dichter die Welt zusammenrückt, desto weiter fällt sie auseinander. Je internationaler die Welt, desto nationaler das Gefühl. 39

40 Auf unserm Weg in die totale Angleichung gibt es plötzlich lauter Strudel, Impulse des Sträubens und der Selbstvergewisserung. Autor Matussek: "Das Konstrukt 'Nation' wird neu überprüft" Suse Walczak Die kann jeder an sich selber beobachten, der sich auf die Webseite von klickt und kühn ins All hinausgeht: Man hat den ganzen Planeten vor sich, aber versucht zuerst, das eigene Land zu orten. Man besucht die eigene Straße wie ein Fremder und versucht, sich auf den Kopf zu schauen, und das ist genau das, wovon der Prinz träumt in Büchners "Leonce und Lena". Man will kennenlernen, wo man herkommt, und oft ist das das eigentlich Unbekannte. Die spannendste Frage in diesen Zeiten der Migrantenströme und Einbürgerungstests und Zugehörigkeitsbestimmungen lautet: Wer sind wir? Was ist unsere Heimat? In den USA ist Sam Huntingtons "Who are we?" ein Bestseller. In Großbritannien hält Schatzkanzler Gordon Brown Grundsatzreferate über "Britishness". Dänemark stellt der internationalen Presse seinen Kulturkanon vor. Und Frankreich und Holland beschließen in Volksabstimmungen, zunächst einmal nicht Europäer zu sein, sondern Franzosen und Holländer. Das Konstrukt "Nation" wird neu überprüft, und alle stellen sich die Frage nach dem Eigenen, sogar wir Deutschen. Ja, sogar wir. Dabei waren wir bisher ganz unbestritten die Analphabeten des nationalen Gefühls. Wir waren es, seit wir einmal zu tief in diese Pulle gestarrt haben. Danach haben wir uns abstinent verhalten bis hin zu einer immer wieder bedauerten prekären Schwächung des Wir-Gefühls. "Nie wieder Deutschland" war über Jahrzehnte hinweg eine mehrheitsfähige Parole, zumindest unter deutschen Intellektuellen. Wer immer sich ein Häuschen in wärmeren Gegenden zusammengeschrieben hatte, genoß sich selbstgefällig als Exilant in einer großen Reihe deutscher Exilanten und ergaunerte sich damit moralisch Pluspunkte. Man gehörte zu den guten Deutschen, indem man die anderen, zurückgebliebenen verachtete. Italienische, polnische, französische Intellektuelle hielten das stets für neurotisch. Mit Recht. FORUM Patriotismus - ist eine neue Debatte notwendig? Diskutieren Sie mit anderen SPIEGEL-ONLINE-Lesern! Als Willy Brandt damals die Nationalhymne sang vor dem Schöneberger Rathaus, ziemlich falsch und voller schöner Ergriffenheit, gab es viele in meiner Generation, die Brandts Traum von der geeinten deutschen Nation nicht teilen konnten. Und es gibt sie immer noch, die traumlosen Spießer in Redaktionsstuben, Rundfunkanstalten und Parlamenten. Und in Gerichten. Christine Hohmann-Dennhardt, auf Vorschlag der SPD in den Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt, führte unlängst aus, "die spezifische und über weite Strecken düstere Historie Deutschlands" erlaube es schwerlich, "als zu Rettendes die Nation, das Nationale zu beschwören". Ist das eine Ankündigung? Will sie sagen, daß sie sich nur noch vorläufig von der Nation als 40

41 Verfassungsrichterin bezahlen lassen will? Nämlich bis die Nation von allein das Licht ausmacht, weil sie geschichtlich abgewirtschaftet hat? Wohlgemerkt, so was sagt eine Bundesrichterin, die überdies historisch so schwach auf der Brust ist, daß sie das "Reich" nur mit dem "Dritten Reich" identifizieren kann. Dabei ist das "Heilige Römische Reich deutscher Nation" 1000 Jahre älter als die Nazibarbarei. Es hat große Kaiser und Künstler und Schurken gesehen, Zeiten der Blüte, Zeiten des Niedergangs, es hat im Dom zu Speyer genauso Gestalt gefunden wie in Gutenbergs Bibel und Mozarts Requiem. Haben die Rheinburgen nichts mit unserer Reichsgeschichte zu tun? Woran denkt die Dame, wenn sie die Stifterfiguren am Naumburger Dom betrachtet. An Hitler? Ohne eine positive Identifikation mit unserer Nation, das haben viele Besonnene vom Bundespräsidenten abwärts kapiert, fliegt uns in den Zeiten der Globalisierung und der dschihadistischen Konfrontationen unser Land um die Ohren. Das macht die gegenwärtige Debatte um die Einbürgerung ja so besonders spannend für uns Deutsche: Sie dreht sich nicht um türkische Einwanderer, sondern um uns selber. Es geht nicht darum, ob russische Migranten den Einbürgerungstest schaffen, sondern wir Deutsche. Nicht deren Loyalität steht zur Debatte, sondern unsere. Wir haben Nachhilfe nötig. MATTHIAS MATUSSEK: "WIR DEUTSCHEN" Matthias Matusseks Buch "Wir Deutschen - Warum die anderen uns gern haben können" ist im Verlag S. Fischer, Frankfurt am Main erschienen; 351 Seiten, 18,90 Euro. Die türkische Schriftstellerin Mely Kiyak brachte es in der "Zeit" auf den Punkt: "Wieso erwartet man von uns überhaupt, daß wir uns mit Deutschland identifizieren, wenn selbst die Deutschen es nicht tun?" Die Deutschlandverachtung haben wir trainiert. Wie aber geht das andere? Nichts stimuliert die Liebe zum eigenen Land offenbar so sehr, als wenn man es ständig gegen Klischees und Herabsetzungen zu verteidigen hat. Insofern konnte es nichts Anregenderes geben für einen eher unzuverlässigen Patrioten wie mich, als eine Zeit in England zu verbringen. Tretereien gegen Deutsche sind dort durchaus nicht auf die Unterschicht-Hooligans beschränkt. Ich war kaum zwei Wochen auf der Insel, da saß ich in einer sehr erlauchten Dinner-Gesellschaft neben der geadelten Roman-Autorin Antonia Byatt. Es gab Lamm unter Fürstenporträts aus dem 18. Jahrhundert, ich war vergnügt und leichtsinnig und toastete ihr zu, obwohl sie sich sehr verschlossen und griesgrämig gab. Dann fragte sie, was ich von der europäischen Verfassung hielte. Ich verschluckte mich fast. Ich kannte keinen, der Giscards 1000seitiges Papierpaket gelesen hatte, ich auf alle Fälle nicht. Also antwortete ich vage, daß es wohl in Ordnung sei, wenn sich die europäische Staatengemeinschaft auf ein paar grundlegende Prinzipien einige, was man eben so sagt, wenn man sich durchblufft. Was sie selber davon halte? Damit wollte ich erst mal Zeit schinden und den Ball in ihr Feld schlagen. Sie sah ebenfalls nicht so aus, als habe sie sich damit beschäftigt. Ihre schwer beringte und erstaunlich plumpe Hand blieb eine Weile über dem Teller schweben, und dann sagte sie: "Wissen Sie, wir Briten brauchen keine Verfassungen - wir sind die älteste Demokratie der Erde." 41

42 Und dann setzte sie hinzu: "Für junge Nationen wie euch Deutsche mögen Verfassungen durchaus ihren Nutzen haben." Man kann den Tonfall, in dem das vorgebracht wurde, nicht näselnd und abschätzig genug schildern. Im Prinzip sagte sie: Ihr seid Barbaren, ihr habt gerade die Keule aus der Hand gelegt, ihr habt keine Kultur, ihr braucht die Kandare. Ich hörte mich sagen: "Bei uns, Gnädigste, wurde das Frauenwahlrecht wesentlich früher eingeführt als bei Ihnen, was dann auch verständlich ist, wenn ich mir Sie so anhöre." Ich nahm einen Schluck Wasser. "Und was Verfassungen angeht: Ein paar Regeln täten Ihrer kleinen verregneten Insel mit den verdreckten Krankenhäusern und den entgleisenden Zügen ganz gut." Das sagte ich natürlich nicht. Das alles fiel mir viel später ein. Zunächst war ich sprachlos. Hatte die Dame recht? Sind wir wirklich erst gestern aus dem Eichenwald gekrochen? Ich kramte und raffte zusammen, was mir auf die Schnelle an großen Deutschen einfiel. Wir, die Erben der Römer! Arminius, Karl der Große, Barbarossa! Gutenberg, Beethoven, Heine, Bonhoeffer, Lubitsch, Beckenbauer, Heidi Klum! Doch während ich mein deutsches Dreamteam gegen das englische aufstellte, spürte ich, wie verloren meine Generation ist, wenn es um kulturelle Affirmationen geht. Zuspruch zum eigenen Volk? In meinen langen Jahren als Auslandskorrespondent in den USA, in Brasilien und in Großbritannien hatte ich das als völlig entspannte Gegebenheit erlebt. Bei uns ist das tabuisiert, seit die trostlose "Nie wieder Deutschland"-Generation die Spielregeln bestimmt. Nach Ernest Renan lebt eine Nation von dem Gedanken, "in der Vergangenheit große Dinge gemeinsam getan zu haben und andere in der Zukunft miteinander tun zu wollen". Nach dieser Formel ist unser Land nicht zukunftsfähig, denn es ist jenseits der Holocaust-Gedenkkultur gedächtnislos bis zur Schwachsinnsgrenze. Unsere Hilflosigkeit in der Einbürgerungsfrage liegt genau darin begründet, daß uns der Patriotismus in den letzten Jahrzehnten nur als Verfassungspatriotismus erlaubt war, als wichtiges, aber fades Sammelsurium von Selbstverständlichkeiten wie der, keine Frauen zu schlagen, die für jede andere aufgeklärte Nation auf dem Erdball ebenfalls gelten. Das "Deutsche", das in Einbürgerungstests von hilflosen Verwaltungsbeamten abgefragt wird, ist ein politisch korrektes, von kulturellen Identifikationen absolut gereinigtes Konstrukt, das sich die Grundsatzkommissionen der Jusos und der Grünen in den letzten Jahrzehnten als universell kompatiblen Idealtyp zurechtgebastelt haben. Wir haben das Abwerfen kultureller Identität als demokratischen Fortschritt gefeiert und kassieren nun, in der Migrationsfrage, Niederlage auf Niederlage. Die Sprache zum Beispiel. Während wir noch mit Abstraktionen und Menschenrechtserklärungen um uns schmeißen, hat die Gegenbewegung längst stolze Geländegewinne zu vermelden. Kanak, diese lustige Türkenproll-Entsprechung zum schwarzen Ghetto-Slang, hat längst die Schulhöfe und die Discos erobert. Es ist regelrecht uncool geworden, richtig Deutsch zu reden. "Niemand hat die Türken aufgefordert, sich mit deutscher Kultur zu beschäftigen", meinte Necla Kelek jüngst. "Die Linke hat bis heute nicht damit begonnen, die Schutzglocke zu lüften." 42

43 Die türkische Intelligenz selber also setzt sich bei uns gegen die linken Versteher zur Wehr. Doch die haben noch längst nicht fertig mit ihrem "Nie wieder Deutschland"-Programm. In einem Flammenartikel wurde kürzlich in einer Sonntagszeitung gefordert, der deutsche Staat solle "Islamschulen und Moscheen" bauen sowie islamische Rundfunkräte institutionalisieren. Das ist immer wieder erstaunlich: Diejenigen, die sonst so aggressiv auf der Trennung von Staat und Kirche bestehen, bekommen angesichts des Islam weiche Knie. Die katholischen Kirchen werden als Bollwerke der Reaktion gesehen, doch angesichts einer Koranschule schimmert dem Multikulti-Versteher das Auge. Wie lächerlich wollen wir uns noch machen? Es wird Zeit, daß wir diesen Mehltau an Vermurkstheiten abschütteln - und es geschieht. Schon seit geraumer Zeit macht sich eine neue, unbekümmerte Generation hörbar und sichtbar, im Kino genauso wie in der Literatur oder im Pop. Sie ist kosmopolitisch, sie ist unverkracht, und sie ist Deutschland. Die Nachkriegszeit ist endgültig vorbei. Neue Stürme fegen durch die ganze Welt. Es gibt einiges zu tun. An die Arbeit. Netzeitung (2006). SPD-Experte verteidigt Mohammed-Satire: SPD-Experte verteidigt Mohammed-Satire 02. Feb :16 Drucken Der SPD-Medienexperte Tauss hat den Nachdruck von Mohammed-Karikaturen in deutsc Zeitungen verteidigt. Die Zeichnungen seien durch die Meinungsfreiheit gedeckt, sagte e Mohammed- Karikaturen Der SPD-Medienpolitiker Jörg Tauss hält den Nachdruck der umstrittenen Mohammed-K deutschen Tageszeitungen für legitim. Zwar könnten dadurch «in der Tat religiöse Empfi verletzt» werden, sagte er der Netzeitung. «Im Zweifel bin ich aber für die Meinungs- und Informationsfreiheit.» Presseschau: «Vorsicht mit der Satire» 01. Feb :03 Islamisten rufen zu Angriff auf dänische Server auf 01. Feb :38 Journalistenverband kritisiert Mohammed-Satire 01. Feb :28, ergänzt 16:56 Strafen für Mohammed- Schmähung gefordert 01. Feb :49, ergänzt 11:46 Zeitungs-Chef nach Karikatur-Abdruck gefeuert 43

44 02. Feb :19 Tauss betonte: «Karikaturisten müssen Freiräume haben und die sind auch durc Meinungsfreiheit gedeckt.» Das sei «Teil unserer Kultur- und Werteordnung, in d Staat und Medien getrennt» seien. «Die freie künstlerische Gestaltung von Karikaturen muss möglich sein.» DJV mahnt Presse zu Verantwortung Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken, hatte zuvor den Nachdruck der als «notwendigen Beitrag zur Meinungsbildung», nachdem zunächst sein Sprecher der Netzeitung gesagt hatte, Veröffentlichungen mit der Verantwortung der Presse nicht zu vereinbaren seien. Ziel des Nachdrucks der zuvor dänischen Zeitung «Jyllands-Posten» veröffentlichten Karikaturen sei nicht die Verletzung religiöser Gefühle ge betonte Konken. Mohammed mit Bomben-Turban Deutsche Tageszeitungen wie die «Welt», die «Berliner Zeitung», der «Tagesspiegel» und die «Financial Times Deutschland» hatten am Mittwoch Karikaturen über den Propheten Mohammed nachgedruckt, die zuerst in einer Zeitung erschienen waren. Wegen der Veröffentlichung war es in der arabischen Welt zu Protesten und Boykotta dänischer Produkte gekommen. Eine der Karikaturen zeigt Mohammed mit einem Turban in Gestalt einer Bombe samt brennender Zündschnur. A weiteren Zeichnung hat er ein Schwert in der Hand. «Jyllands-Posten» veröffentlichte sie bereits am 30. Septemb norwegische Zeitung druckte sie im Januar nach. Für das Web ediert von Dietmar Neuerer NRW Die Weimarer Republik: Demokratie und Untergang: Die Weimarer Republik: Demokratie und Untergang Die Weimarer Republik begann unter negativen Vorzeichen: aus Kriegsmüdigkeit trugen die Menschen ihren Protest auf die Straße. Am Ende des Ersten Weltkriegs stand so auch das Ende des Deutschen Kaiserreiches. Doch mit der Abdankung Wilhelm II. und der Übertragung der Regierungsgeschäfte an die SPD, der stärksten Partei im Reichstag, war der Übergang von der monarchischen zur demokratischen Staatsform gewissermaßen über Nacht gekommen. Keine siegreiche Revolution hatte das bewirkt, sondern die Forderung der Kriegsgegner nach anderen Verhandlungspartnern als den kaiserlichen Generälen. Die Niederlage in diesem Krieg und ihre Konsequenzen waren eine Bürde, die die Weimarer Republik tragen mußte: die Verkündigung der Friedensbedingungen im Versailler Vertrag war ein Schock für die Nation. Sie wurden dem Unterlegenen diktiert, Verhandlungen waren ausgeschlossen. Eben die Militärs, die bis zum Schluß falsche Siegeshoffnungen genährt hatten, setzten nun die "Dolchstoßlegende" in die Welt: die Armee sei "unbesiegt im Feld" geblieben, nur die Revolution in der Heimat habe Schuld an der Niederlage. So wurde die politische Atmosphäre der Weimarer Republik vergiftet. Politische Kräfte von links und von rechts wollten die junge Republik wieder zerschlagen. Das Wort von der Demokratie ohne Demokraten war wohl bitter wahr. Die Kommunisten fühlten sich von den Sozialdemokraten verraten und agitierten. Und die alten Eliten des Kaiserreiches, die sich die Monarchie zurückwünschten, waren in den entscheidenden Positionen in Verwaltung, Armee und Wirtschaft geblieben. Der erste Versuch einer demokratischen Staatsform auf deutschem Boden hatte keine gute Ausgangsposition. 44

45 In den Jahren bis 1923 war die Republik durch bürgerkriegsähnliche Aufstände der linken und Putschversuche der rechten immer wieder gefährdet. Die Besetzung rechtsrheinischer Gebiete durch die französische Armee 1923 löste den sogenannten Ruhrkampf aus, bei dem die Bevölkerung des Ruhrgebietes passiven Widerstand leistete. Die besetzten Gebiete wurde von der Reichsregierung bis zum totalen Zusammenbruch der Währung unterstützt. Die Versuche rheinischer Separatisten, unter dem Schutz der Besatzer das Rheinland aus dem Reichsgebiet herauszulösen, sorgten für weitere Aufregung. Diesen nahezu chaotischen Zuständen folgte in der Ära Stresemann eine Phase der Konsolidierung, in der es dem Kanzler gelang, die Währung zu stabilisieren und außenpolitische Erfolge zu erringen. Der Dawesplan brachte neue, für Deutschland verbesserte Bedingungen zur Reparationszahlung. Durch den Locarnovertrag sowie die Mitgliedschaft im Völkerbund wurde Deutschland wieder zum gleichberechtigten Partner der europäischen Großmächte. Dem wichtigen Durchbruch in der Außenpolitik folgte aber nicht die Veränderung der instabilen Verhältnisse im Inneren. Dennoch wurde diese Zeit, in der sich die Wirtschaft wieder etwas zu erholen begann, von der Bevölkerung als die "Goldenen Zwanziger Jahre" wahrgenommen, in der Kultur und Wissenschaft blühten verschlechterten sich mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise die äußeren Rahmenbedingungen dramatisch: Zu einer allgemeinen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation kamen steigende Arbeitslosenzahlen. In dieser Situation kam es zur Auflösung der demokratischen Fundamente. Ab 1930 konnte im Reichstag zwischen den Parteien keine Einigung mehr erzielt werden, Versailler Vertrag. deshalb ernannte Reichspräsident von Hindenburg Kanzler und Kabinett ohne Beteiligung des Parlaments. Mit dem Beginn der sogenannten Präsidialkabinette, in denen die Regierung nur noch vom Vertrauen des Staatsoberhauptes abhängig war, hatte die parlamentarische Demokratie der Weimarer Republik aufgehört zu existieren. Der Widerstand gegen die Machtübernahme der Nationalsozialisten war dementsprechend schwach. Literatur: Heinrich August Winkler: Weimar Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie. Beck, München 1993 DR Nyheder Research: Muhammed-krisen dag for dag 08. feb Opdat.: 26. mar

46 Det er snart et halvt år siden, at Jyllands-Posten bragte 12 karikatur-tegninger af profeten Muhammed. I dag står vi midt i en af Danmarks værste udenrigspolitiske kriser. Vi bringer en gennemgang af hele forløbet: 24. marts 2006: Danske imamer kommer påny i modvind. I en samtale optaget med skjult kamera den 21. februar, mens Muhammed-krisen var på sit højeste, siger imam Abu Laban til en anden mand: "Han gør alt for at skabe kontakter. Han har kontaktet Amr Moussa. Han vil gå ind i det og gøre det til en martyraktion nu". Det hentyder højst sandsynligt til en selvmords-aktion, men der er ikke oplysninger om tid og sted eller om personen i øvrigt ud over, at han skulle have kontaktet Amr Moussa, der er præsident for Den Arabiske Liga. Udtalelsen betyder, at det danske politi vil afhøre Abu Laban. Imamen Ahmed Akkari skal ikke fortsætte som talsmand for en række muslimske grupper i Danmark. Og Islamisk Trossamfund i København ønsker nu en afløser, der ikke er imam. 23. marts 2006: "Fasthold boykotten af Danmark og styrk de lokale produktioner". Sådan lyder en af konklusionerne fra konferencen i Bahrain, hvor over 300 af verdens mest indflydelsesrige, muslimske lærde mødtes for at diskutere Muhammedsagen. De seks danske imamer, der deltog på konferencen, forsøgte at få ophævet boykotten af Danmark, men deres opfordring blev ikke medtaget i konferencens konklusion. Herhjemme afsløres udtalelse fra imam Ahmed Akkari, der indirekte truer med at "sprænge Naser Khader i luften, hvis han bliver minister". Det afsløres torsdag aften i en dokumentarfilm på den franske tv-station France 2, hvis journalister har brugt skjulte kameraer for at trænge ind bag facaden af imamerne. Dokumentarfilmen "Vredens tegninger" tager udgangspunkt i imamernes rollen i sagen om de danske Muhammed-tegninger. Skønt udtalelsen ifølge Akkari var ment som en "måske malplaceret og lidt for grovkornet spøg", så bliver han kraftig fordømt af danske politikere og muslimer. Desuden er han blevet meldt til politiet af Naser Khaders partifælle Elsebeth Gerner Nielsen. 22. marts 2006: Omkring 300 muslimer og lærde samledes onsdag i Bahrain for at drøfte, hvordan de skal udbrede kendskabet til profeten Muhammed i Vesten. Samtidig diskuterer deltagerne, hvorvidt boykotten af danske varer skal opretholdes. Seks danske muslimer, der deltager i konferencen, har besluttet af udsende en fælles erklæring med en opfordring til at afblæse boykotten af danske varer. 21. marts 2006: Sveriges udenrigsminister Laila Freivalds tager sin afsked. Statsminister Göran Persson fortalte om afskeden på et tidligt pressemøde tirsdag. I løbet af mandagen blev det afsløret, at Laila Freivalds var på det rene med Udenrigsministeriets kontakt med den internetvirksomhed, som i forbindelse med balladen om Muhammedtegningerne lukkede de yderliggående Sverigedemokraters hjemmeside. Freivalds har tidligere nægtet ethvert kendskab til kontakterne til webhotellet Levonline. Venstre og Dansk Folkeparti langer kraftigt ud mod Arla for at svigte i kampen for ytringsfriheden. Det sker efter, at mejerigiganten i den forgangne weekend i annoncer i 25 arabiske aviser udtrykte respekt og forståelse for, at millioner af muslimske forbrugere på grund af Muhammed-tegningerne ikke længere vil købe firmaets ost og smør, skriver Berlingske Tidende tirsdag. Formålet med annonceoffensiven er, at få de muslimske forbrugere til at tage Arlas mejeriprodukter til nåde igen. 46

47 Men ifølge Venstres politiske ordfører Jens Rohde, er annoncerne et "ynkeligt knæfald" for de vrede muslimer: Statsminister Anders Fogh Rasmussen (V) afviser på sit ugentlige pressemøde et forslag fra Socialdemokraternes formand, Helle Thorning-Schmidt, om at holde et partiledermøde, som skal sætte punktum i Muhammedsagen. Mødet skulle rense luften før forhandlingerne om en velfærdsreform. 18. marts 2006: Den danske regering levede ikke op til sine internationale forpligtelser, da den med henvisning til ytringsfriheden afviste at tage stilling til Morgenavisen Jyllands-Postens Muhammed-tegninger og at mødes med ambassadører fra muslimske lande. Det konkluderer FN's særlige rapportør i spørgsmål om moderne former for racisme, racediskrimination, fremmedhad og intolerance, senegaleseren Doudou Diène, i en rapport til FN's Menneskeretskommission. Rapporten er dateret 13. februar 2006 og handler om situationen for muslimske og arabiske befolkningsgrupper i forskellige dele af verden navnlig efter Al Qaedas terrorangreb mod USA 11. september marts 2006: De 27 muslimske organisationer, der har anmeldt Jyllands Posten til politiet for overtrædelse af blasfemiparagraffen og racismeparagraffen i straffeloven, har besluttet at sende sagen videre til FN's menneskerettighedskommissær. I en pressemeddelelse udtrykker talsmanden for de muslimske organisationer, Ahmed Akkari, stor skuffelse og utilfredshed over rigsadvokatens beslutning om, at staten ikke vil rejse tiltale mod Jyllands-Postens ansvarshavende redaktør. Den Europæiske Menneskerettighedsdomstol i Strasbourg vil efter alt at dømme behandle sagen om Jyllands-Postens tegninger, hvis nogen klager over rigsadvokatens afvisning. Det mener advokat Christian Harlang, der har mange års erfaring med sager om menneskerettigheder. Den danske rigsadvokat, Henning Fode, bliver ellers rost i retskredse rundt om i verden for sin afgørelse om, at der ikke er grundlag for at føre en retssag mod Jyllands-Posten på grund af de 12 satiriske tegninger af profeten Muhammed, som avisen bragte i september i fjor. EU's justitskommissær kalder det et perfekt eksempel på, hvordan et demokrati fungerer. 16. marts 2006: En diplomatisk offensiv skal gøre sit til, at Muhammedkrisen ikke tager til i styrke. Udenrigsministeriets blik er atter rettet mod de toneangivende fredagsbønner i den muslimske verden, efter at Rigsadvokaten har besluttet ikke at retsforfølge Jyllands-Posten for Muhammedtegningerne.Som led i offensiven blev alle udenlandske ambassadører onsdag indkaldt til et hastemøde i Udenrigsministeriet. 15. marts 2006: Rigsadvokaten afviser straffesag mod Jyllands-Posten, men skoser avisen for at mene, at folk må finde sig i religiøs spot. 14. marts 2006: I stedet for kritik fik den radikale partileder, Marianne Jelved, klapsalver i sin folketingsgruppe, da hun tirsdag stod til regnskab for sin hårde kritik af statsministerens håndtering af Muhammedkrisen. Hun fastholder sit hårde ordvalg og forsvarer det med, at det var nødvendigt for at få ørenlyd i pressen. Advokatsamfundet i Danmark har appelleret til det internationale advokatsamfund og Pakistans sammenslutning af advokater om at gribe ind over for deres medlemmer i byen Multan, som har udlovet en dusør på en million kr. til dem, der myrder de danske Muhammed-tegnere. 47

48 13. marts 2006: Udenrigsministeriet har haft travlt med at svinge censur-pennen i Muhammed-sagen i den seneste tid. Det viser en aktindsigt, som Information har fået. Mere en 80 dokumenter, der kunne have kastet lys over omverdenens reaktioner på Muhammed-tegningerne tilbageholdes, mens op mod 100 andre sider er stærkt censureret. Flere jurister med speciale i Offentlighedsloven kritiserer Udenrigsministeret for at hemmeligholde centrale dokumenter i Muhammed-sagen. 12. marts 2006: Efter Muhammed-sagen og mere end fire år med Anders Fogh Rasmussen (V) ved magten fælder Marianne Jelved en hård og uforsonlig dom over statsministeren som person og politiker. Ifølge den radikale leder er Fogh og hans ledelse af landet således "arrogant" og "uværdig" - det er "pinligt" og en "dyb, dyb ulykke" for Danmark og udtryk for en "del og hersk"-filosofi, der minder om Rusland. Det skriver Berlingske Tidende. Ekstra mandater til Dansk Folkeparti og ny nedtur til Socialdemokraterne. Vilstrups nyeste meningsmåling fastslår endnu en gang de politiske vindere og tabere på Muhammedkrisen. I målingen når DF op på 17,4 procent, mens Socialdemokraterne går tilbage til 22 procent. Socialdemokraterne ser afklapsningen som konsekvens af den midterkurs, partiet har valgt. 11. marts 2006: Både stats- og udenrigsministeriet er nu blevet bedt om at kommentere den klage over de to ministerier, som Enhedslistens Frank Aaen har indgivet Folketingets præsidium. Det fremgår af et brev, som Aaen har modtaget fra folketingets formand Christian Mejdahl (V). Frank Aaens har klaget over, at Det Udenrigspolitiske Nævn, der ifølge reglerne løbende skal orienteres om sager, der har betydning for udenrigspolitikken, ikke tidligt nok blev inddraget i det, som senere endte med at blive Muhammed-krisen. 10. marts 2006: Danske skolebørn skal undervises i islam på en måde, som muslimer fra Mellemøsten kan acceptere, og for at sikre det skal den danske regering gennemgå alt dansk undervisningsmateriale. Også voksne danskere skal belæres om islam og profeten Muhammed. Det skal ske gennem tvudsendelser om islam. Udsendelser, som giver et positivt billede af islam og profeten. De krav kom fra tre førende arabiske lærde, da de er til dialogkonference med danske islameksperter arrangeret af Dansk Institut for Internationale Studier, DIIS og Udenrigsministeriet. 8. marts 2006: Muhammed-krisen har fået de første direkte konsekvenser for, hvad man tør vise og sige om islam i det offentlige rum, skriver Morgenavisen Jyllands-Posten onsdag. Statsvirksomheden Banedanmark beslutter at en reklametavle for islam-forskeren Jørgen Bæk Simonsens nye bog, "Hvad er islam", ikke må hænge på perronen på Nørreport Station i København. Organisationens ledelse underkender dog i løbet af dagen den kontroversielle beslutning om at sige nej til reklamen så den nu kan komme op og hænge på Nørreport St. 7. marts 2006: En undersøgelse af regeringens håndtering af Muhammed-sagen vil være til skade for Danmarks bestræbelser på at løse konflikten ad diplomatisk vej. Derfor fastholder regeringen sit nej til oppositionens krav. Det siger den konservative vicestatsminister Bendt Bendtsen, efter at S- formand Helle Thorning Schmidt i weekenden strammede sit krav fra en "evaluering" til en egentlig undersøgelse. Dermed slutter en samlet opposition op om kravet. Regeringen vil invitere til et krydsforhør af statsministeren og udenrigsministeren om Muhammedkrisen, skriver dagbladet Børsen tirsdag.venstres politiske ordfører Jens Rohde siger således, at han i næste uge vil tage initiativ til at rejse en såkaldt forespørgselsdebat i Folketinget, hvor regeringstoppen under ministeransvar skal svare på spørgsmål om sagen. Arlas bestyrelse har sænket afregningsprisen for mælk med 3,3 øre per kilo. Muhammedkrisen 48

49 koster dermed en gennemsnitlig landmand kroner nu og her../ Omkring 5000 mennesker protesterer mod Jyllands-Postens kontroversielle tegninger af profeten Muhammed ved en islamistisk demonstration i Pakistans urolige Baluchistan provins. 6. marts 2006: "Ærgerlig, forstemmende og unødvendigt". Med disse ord går miljøminister Connie Hedegaard (K) nu for første gang ud med kraftig kritik af de seneste ugers indenrigspolitiske grøftegravning i kølvandet på Muhammedkonflikten, skriver Politiken. Med klare referencer til statsminister Anders Fogh Rasmussen (V) lægger Hedegaard afstand til den hårde retorik om at skille får fra bukke og gøre al uenighed til et spørgsmål om for eller imod ytringsfrihed."det er direkte bizart, hvis en kamp for ytringsfrihed ikke kan føres, uden at vi falder over dem, der ser sagen anderledes end os selv", lyder det i Connie Hedegaards kommentar i dagens Politiken. 5. marts 2006 Socialdemokraternes formand, Helle Thorning-Schmidt, aflyser den politiske borgfred efter Muhammed-krisen og kræver en uvildig undersøgelse af regeringens rolle i sagen. Dermed står oppositionen til venstre for regeringen med et samlet og enigt krav om at underkaste regeringens gøren og laden undervejs i sagen om profettegningerne. Integrationsminister Rikke Hvilshøj vil udnytte, at en række moderate muslimske foreninger er kommet på banen under Muhammed-krisen. I første omgang har ministeren samlet fire millioner kroner sammen til nye dialog-initiativer, og der er flere, hvor de kommer fra, hvis de nye aktører på integrationsscenen vil bidrage til at kickstarte integrationen. 4. marts 2006: Venstres politiske ordfører, Jens Rohde, beskyldes for at misinformere offentligheden, når han har oplyst, at 12 muslimske mænd har opsøgt en datter af én af Muhammed-tegnerne på en skole. Hverken tegneren, hvis datter blev omtalt, eller Danske Bladtegneres formand Claus Seidel kan genkende oplysningen. Samtidig siger tegneren selv til Morgenavisen Jyllands-Posten, at der ikke var tale om muslimske mænd, men muslimske piger. De var ikke voksne, men går i 6. klasse og er år. De var ikke 12 personer, men højst seks-otte piger. Og det, der er blevet gengivet som en næsten planlagt aktion udløst af Muhammed-tegningerne, var i stedet et udslag af en årelang strid mellem eleverne på to skoler, som begyndte lang tid før Muhammed-sagen, oplyser tegneren. Jens Rohde undskylder senere på dagen, hvis han har misforstået, at 12 muslimske mænd skulle have opsøgt en datter af én af Muhammed-tegnerne på en skole. Politiken skriver at statsminister Anders Fogh Rasmussen (V) fredag d. 3. marts 2006 valgte at oplyse Folketingets partier om et hidtil tilbageholdt brev, der kaster nyt lys over regeringens håndtering af Muhammed-sagen. Dagen efter må Poltiken dementere oplysningen om at brevet var tilbageholdt, idet flere medier omtalte klagebrevet fra den muslimske verdenskongres OIC allerede i oktober og november marts 2006: Ikke siden Socialdemokraternes efterlønssag i 1998 har så mange danskere uden for en valgkamp skiftet politisk ståsted så hurtigt. Det viser en analyse af februars syv meningsmålinger, hvor især S- vælgere flytter til DF. Det er Muhammed-krisen som især har fået danskerne i et usædvanligt omfang til at skifte politisk ståsted, viser analysen, som er lavet af professor på Aarhus Universitet Søren Risbjerg Thomsen for netavisen Altinget. Dansk Journalistforbunds formand anklager Venstres politiske ordfører, Jens Rohde, for at slå politisk plat på tegnerne i Muhammedsagen. 2. marts 2006: Venstres politiske ordfører, Jens Rohde hævder i et interview med TV Avisen at en gruppe 49

50 muslimske mænd har forsøgt at få fat i datteren til en af de 12 bladtegnere, som tegnede profeten Muhammed i Jyllands-Posten, på hendes skole. Oplysningen viser sig senere at være usand. Mejerikoncernen Arla har foreløbig opgjort tabet efter Muhammed-krisen til 400 millioner kroner i år. Det oplyste Arla-chefen Peder Tuborgh torsdag på et møde i Aalborg. Tallet forudsætter dog, at ost og smør fra Arla i løbet af kort tid er tilbage i butikkerne i Mellemøsten, samt at Arla inden udgangen af 2006 sælger 50 procent af sine mængder før boykotten. Ellers vil tabet blive endnu større. Dermed er tallet behæftet med stor usikkerhed. 1. marts 2006: Statsadvokaten skal se på om der er hold i de godt 25 anmeldelser som ligger hos Københavns Politi. De handler om imamerne, som rejste rundt i Mellemøsten med Muhammed-tegninger. Også Vicestatsminister Bendt Bendtsen vil have tjekket opholdsgrundlaget for de imamer, som har rejst rundt i Mellemøsten for at ophidse muslimer til had mod Danmark på grund af Muhammedtegningerne. En dansk diplomat skulle have været myrdet eller bortført på Vestbredden, og det har fået FN til at opfordre alle skandinaver til at forlade området. Udenrigsministeriet bekræfter, at der har været trusler mod danske diplomater i de palæstinensiske områder. Forfatteren Salman Rushdie, den franske filosof Bernard Henri-Levy, eksilforfatteren Taslima Nasreen og en række andre forfattere advarer i en erklæring om, at verden står over for en global trussel, totalitær islam. 28. februar 2006: Skatteminister Kristian Jensen beskylder Dansk Industri for dobbeltmoral i sagen om Muhammedtegningerne. Virksomhederne har pligt til at bakke op om de værdier, som erhvervslivet selv nyder godt af, siger Kristian Jensen. 27. februar 2006: Efter timelange forhandlinger bliver EU's udenrigsministre enige om en erklæring, hvori de understreger princippet om ytringsfrihed, men samtidig beklager, hvis de omstridte tegninger har krænket muslimers følelser. Erklæringen fastslår samtidig, at ytringsfriheden skal bruges under ansvar, og så tager de 25 EU-lande kraftigt afstand fra de voldelige reaktioner, der har været i en stribe lande, over tegningerne. 26. februar 2006: Danmarks ambassadør i Syrien vender tilbage til hovedstaden Damaskus med henblik på en snarlig genåbning af ambassaden. Kofi Annans tale Hele generalsekretær Kofi Annans tale kan læses på FN's hjemmeside. 50

51 FN's generalsekretær Kofi Annan antyder i en tale at Danmark er utilpasset til muslimsk indvandring. Dansk Folkeparti vil have statsminister Anders Fogh Rasmussen til at kommentere udtalelserne. Det politiske Danmark står splittet, efter at statsminister Anders Fogh Rasmussen i Berlingske Tidende går til angreb på forfattere, virksomheder og medier, der ifølge regeringschefen har svigtet forsvaret af ytringsfriheden under Muhammed-sagen. Men angrebene er totalt forfejlede og udtryk for statsministerens meningstyranni, lyder den kontante reaktion fra oppositionen, der opfatter Anders Fogh Rasmussens kritik som en uklædelig "jeg-alene-har-ret-holdning". 25. februar 2006: Regeringens forsøg på at genoprette forholdet til verdens muslimer og reparere på Danmarks image i den muslimske verden møder voldsom kritik fra Dansk Folkeparti. - Vi skal passe meget på, at det nu ikke udvikler sig til et fedteri for den muslimske verden, siger udenrigsordfører Søren Espersen (DF) til Berlingske Tidende lørdag. Både i København og Odense var der lørdag demonstrationer mod Jyllands-Postens Muhammedtegninger. Begge steder foregik demonstrationerne i god ro og orden. FN, flere arabiske lande og verdens største islamiske organisation, OIC, gentager opfordringen til tilbageholdenhed og dialog for at mindske spændingerne efter Muhammed-tegningerne. 24. februar 2006: Loven forhindrer ikke regeringen i at have en holdning til Jyllands-Postens Muhammed-tegninger, som har oprørt den muslimske verden. Det siger to lektorer i forvaltningsret og offentlig ret, efter at Venstres politiske ordfører kategorisk har afvist, at regeringen som sådan kan have en holdning til tegningerne. 23. februar 2006: Oppositionen genfremsætter ønsket om en undersøgelse af forløbet omkring tegningerne. Det skete efter at Politiken kunne berette, at Egypten i oktober og november i flere breve gjorde Danmark og det internationale samfund opmærksom på, at det ikke var et retsligt indgreb over for Jyllands- Posten, Egypten bad om. Den oplysning stod i modsætning til, at statsministeren ved flere lejligheder, bl.a. i Folketingssalen 31. januar, fastslog, at Egypten ville have ham til at tage retslige skridt over for Jyllands-Posten. Både Socialdemokratiet og SF mener, at det er så betænkeligt, at det i endnu højere grad har nødvendiggjort behovet for en samlet undersøgelse. Ifølge Anders Fogh Rasmussen indeholder oplysningerne i Politiken imidlertid ingen oplysninger, som ændrer ved det allerede kendte forløb. Den danske regering må tage afstand fra Jyllands-Postens Muhammed-tegninger og sige undskyld. Ellers kan det ikke lade sig gøre at bygge bro mellem Danmark og den islamiske verden, siger det tyrkiske udenrigsministeriums officielle talsmand efter, at EU har anmodet Tyrkiet om at mægle i striden. 22. februar 2006: Efter at have deltaget i Mellemøstens største fødevaremesse erkender Arla Foods at selskabet nok aldrig vil genvinde sin markedsposition i Mellemøsten 100 procent. I Danmark er en række af de danske imamer, som har rejst rundt i Mellemøsten i forbindelse med Morgenavisen Jyllands-Postens Muhammedtegninger, er blevet anmeldt til politiet for landsskadelig virksomhed. Integrationsminister Rikke Hvilshøj oplyste efter et møde med Dansk Folkeparti, at det nu er op til politiet og domstolene at afgøre, om imamerne har overtrådt love, som gør, at de kan miste deres danske opholdsgrundlag. 51

52 21. februar 2006: EU forsøger at trække ansøgerlandet Tyrkiet ind som mægler i Muhammed-krisen. Det østrigske formandskab har bedt den tyrkiske udenrigsminister, Abdullah Gül, om at præsentere et tyrkisk bud på, hvordan konflikten mellem de muslimske lande og EU kan løses på længere sigt. Statsminister Anders Fogh Rasmussen beklagede på sit ugentlige pressemøde på regeringens vegne, at de omstridte tegninger i Jyllands-Posten af profeten Muhammed har krænket muslimer. 470 danske hjemmesider bliver angrebet af hackere og overskrevet med web-graffiti i forbindelse med Muhammed-konflikten. Dermed slog antallet af hackinger rekord, efter at angrebene ellers så ud til at være på retur i weekenden. 20. februar 2006: Den danske udenrigsminister Per Stig Møller (K) forventer, at al-qaeda vil udnytte protesterne omkring Muhammed-tegningerne til egen fordel. Officielt er borgfreden om Muhammed-sagen intakt, men en samlet opposition siger nu åbent, at den mistænker Anders Fogh Rasmussen for at have misinformeret Folketinget. Derfor bliver statsministeren nu tvunget til skriftligt at forsvare regeringens håndtering af sagen. Enhedslistens Frank Aaen har stillet 15 paragraf 20-spørgsmål med opbakning fra Socialdemokratiet, SF og De Radikale, skriver Politiken. Medierne har prioriteret Danmarks største udenrigspolitiske krise siden den 2. verdenskrig over alt andet. Dækningen i de første to uger overgås kun af mediernes omtale af terrorangrebet mod USA den 11. september Det viser en gennemgang, som ugebrevet Mandag Morgen har lavet af dækningen i Jyllands-Posten, Berlingske Tidende, Politiken, Ekstra Bladet og B.T. Undersøgelsen omfatter de to første uger efter henholdsvis Muhammedkrisens gennembrud i januar 2006 og terrorangrebet i september februar 2006: Politiet affyrer tåregas i forsøget på at opløse en ulovlig demonstration mod Muhammedtegningerne i Pakistans hovedstad, Islamabad, og det danske udenrigsministerium meddelte, at Danmarks ambassadør i Pakistan er vendt midlertidigt hjem til København af sikkerhedsgrunde. Også i Tyrkiet var der omfattende demonstrationer og opfordringer til at boykotte danske varer. Samtidig offentliggjorde tre saudiarabiske medier en undskyldning fra Morgenavisen Jyllands-Posten på grund af tegningerne af profeten, men chefredaktør Carsten Juste siger, at der er tale om et falsum. 18. februar 2006: Mindst 15 mennesker mister livet, efter at en demonstration i Nigeria mod de danske Muhammedtegninger udvikler sig voldeligt, oplyser en polititalsmand. Italiens reformminister, Roberto Calderoli, træder af efter pres fra præsident Silvio Berlusconi. Det sker efter Calderoli har gået med en T-shirt med en Muhammed-tegning. En dansk religiøs delegation, der er rejst til Egypten med en udstrakt hånd til forsoning i Muhammed-konflikten, modtages godt i Kairo. Der mødes delegationen med stormuftien Muhammed Sayed Tantawi, der ifølge Steen Skovsgaard, biskop fra Lolland-Falster Sift, er det religiøse overhoved for alle verdens sunnimuslimer.i den hidtil største demonstration i Storbritannien over Muhammed-tegningerne går ca mennesker fra Trafalgar Square til Hyde Park i London. Demonstrationen var arrangeret af Den Muslimske Aktionskomité (MAC), som repræsenterer 650 moskeer og muslimske samfund i Storbritannien. 52

53 17. februar 2006: Afbrænding af dannebrog, antidanske slagord, stenkast, tåregas og optøjer. Muhammedtegningerne var efter fredagsbønnen endnu engang årsag til gadeuroligheder i den muslimske verden. Mindst ni mennesker mister livet og 55 såres i Benghazi i Libyen i forbindelse med demonstrationer over karikaturtegningerne af profeten Muhammed. Der er også voldelige demonstrationer i Pakistan og Bangladesh, mens demostrationer i Hong Kong og New York forløber fredeligt. 16. februar 2006: Europa-Parlamentet vedtager en fælles erklæring i Muhammed-sagen. Den såkaldte resolution indeholder et budskab om, at ytringsfriheden er en central europæisk værdi, der skal værnes om. Men samtidig skal det være sådan, at man skal bruge sinytringsfrihed med respekt for andre religioner og folkeslag. Erklæringen indeholder desuden en fordømmelse af volden mod danske ambassader, en advarsel mod at gå ekstremisternes ærinde og EU's fulde opbakning til Danmark. Irak har bedt om, at de danske soldater bliver i Irak, efter bystyret i Basra tilsyneladende havde beordret de danske soldater ud af landet. De danske nødhjælpsarbejdere i Pakistan trækkes til gengæld hjem pga. de voldsomme protester i landet mod Muhammedtegningerne. 15. februar 2006: Irak har bedt om, at de danske soldater bliver i Irak, efter bystyret i Basra tilsyneladende havde beordret de danske soldater ud af landet.peshawar i det nordvestlige Pakistan er skueplads for voldsomme demonstrationer imod tegningerne af profeten Muhammed. Omkring mennesker var på gaderne for at vise deres raseri over tegningerne. Der blev meldt om to døde i Peshawar. Omkring 600 filippinske muslimer demonstrerer foran det danske konsulat i Manila. Den danske ingredienskoncern Danisco mærker for første gang boykotten af danske varer i den muslimske verden. Selskabet har fået annulleret flere ordrer som følge af krisen i kølvandet på Jyllands-Postens Muhammedtegninger. 14. februar 2006: Et politisk flertal uden om regeringen mener, at det er nødvendigt at få kulegravet, hvordan sagen om de 12 karikaturtegninger overhovedet kom så vidt. Danmark kræver, at den irakiske regering en gang for alle gør det klart, at den ønsker den fortsatte danske militære tilstedeværelse i landet. Kravet kommer, efter at byrådet i den irakiske by Basra har forlangt, at de danske soldater bliver trukket hjem, indtil der kommer en undskyldning for Muhammedtegningerne. To personer mister livet i den pakistanske by Lahore under nogle af de voldsomste demonstrationer i landet vendt mod Muhammed-tegningerne, oplyser de lokale myndigheder. Forinden havde omkring rasende demonstranter angrebet blandt andet McDonalds og Pizza Hut restauranter samt et hotel i den internationale Holiday Inn-kæde i storbyen. Italiens minister for reformer, Roberto Calderoli, fra det højreorienterede parti Liga Nord, har anskaffet sig en t-shirt, hvor en af de omstridte tegninger af profeten Muhammed er påtrykt. Den vil han gå med som en støtteerklæring til ytringsfriheden. 13. februar 2006: EU's udenrigspolitiske chef, Javier Solana, begynder et ugelangt besøg i Mellemøsten i et forsøg på, 53

54 at dæmpe konflikten. Den iranske avis Hamshahri begynder at tage imod karikaturtegninger til en international konkurrence, der ifølge avisen skal modgå den verdensomspændende offentliggørelse af karikaturtegningerne af profeten Muhammed. Temaet er grænserne for Vestens ytringsfrihed. I Danmark mødes Netværket Demokratiske Muslimer med Anders Fogh Rasmussen på Marienborg. Efter et møde i Hizb-Uh-Tarir søndag, opfordrer Det Radikale Venstre til et forbud mod organisationen. På mødet blev der blev opfordret til hellig krig og udtalt ønske om at have "ledere i den muslimske verden, som reagerer med sværdet, før de reagerer med tungen". 12. februar 2006: Efter en længere periode med lav profil meldte Tyrkiet sig søndag for alvor under fanerne i protesterne mod Jyllands-Posten. Titusinder af mennesker demonstrerede mod de danske karikaturtegninger af profeten Muhammed og opfordrede til boykot af danske varer. I Danmark bliver en muslimsk afdeling på kirkegården Gravlund i Sædding ved Esbjerg skændet af ukendte gerningsmænd. 11. februar 2006: Udenrigsministeriet slår alarm i flere lande og trækker personalet hjem efter, at ministeriet har modtaget konkrete trusler om menneskejagt på danskere fra ekstremistiske grupper. Ambassadøren og de udsendte medarbejdere ved de danske ambassader i Teheran i Iran og i Indonesiens hovedstad, Jakarta, transporteres ud af de to lande. Det samme gælder personalet ved det danske generalkonsulat i Libanon. Dermed af Danmark uden repræsentation i fire lande, idet det danske konsulat i Syrien blev rømmet den 10. februar. Også danske turister trækkes hjem. Blandt andet fra den indonesiske ø Bali. Dagen byder igen på demonstrationer. Denne gang især i europæiske storbyer. Overvåget af et stort politiopbud demonstrerer 800 muslimer i Düsseldorf forud for lignende protest i Berlin, hvor omkring 500 muslimer samles foran den danske ambassade og kræver en undskyldning af Danmark for karikaturtegninger. Hen ved 3000 mennesker marcherer gennem Paris og op imod 4000 demonstranter samles på Trafalgar Square i London. 10. februar 2006: Dagen byder igen på mange demonstrationer i flere lande. Ved fredagsbønnen i Irak bliver den danske statsminister, Anders Fogh Rasmussen, kaldt en "idiot" og der opfordres til "helligt raseri" mod Jyllands-Posten og den danske regering. I Indien råber tusindvis af muslimer "Danmark, dø, dø" og sætter ild til danske flag går i fredeligt demonstrationstog i den marokkanske hovedstad. De fastslår, at ytringsfriheden ikke må bruges til at støde islam. Omkring 2000 mennesker deltager i en demonstration foran den danske ambassade i Malaysias hovedstad. Det er den første større demonstration i landet. Herudover er der også demonstrationer i Ghana, Kenya, Sydafrika, Sri Lanka, Jordan og Tyrkiet. Den militante, palæstinensiske gruppe Islamisk Jihad, der har stået bag adskillige selvmordsbomber i Israel, truede med voldelige aktioner som følge af tegningerne. I Danmark langer Imam fra Det islamiske Trossamfund, Ahmed Abu-Laban, kraftigt ud efter Naser Khader og den hollandske systemkritiker og politiker Ayaan Hirsi Ali. - Jeg kalder dem rotter i hullet. Det er dem, der laver krisen i Europa, ikke os. Vi arbejder hårdt og objektivt for alle parters interesser. Disse folk misleder det europæiske kontinent, siger imamen. 9. februar 2006: Libanons hovedstad Beirut genlyder igen af massive protester mod karikaturtegningerne af profeten Muhammed, mod Danmark og mod Vesten. Protesten var indkaldt af den shia-muslimske Hizbollah-milits, og faldt sammen med den årlige markering af Ashura, shiitternes vigtigste 54

55 helligdag. Ifølge politikilder deltog over mennesker i manifestationen, der dominerede Beiruts sydlige del. Ifølge Hizbollah deltog omkring mennesker i demonstrationen. Jyllands-Postens chefredaktion har sendt avisens kulturredaktør, Flemming Rose, på ferie på ubestemt tid, skriver Politikens netavis. Det sker efter Flemming Rose ville bringe antisemitiske og antikristne tegninger. 8. februar 2006: Forsvarets Efterretningstjeneste og religionsforskere frygter, at protesterne mod Danmark vil eskalere i forbindelse med den shiamuslimsk højtid A'shura. Ashura I shiaislam er A'shura årets vigtigste højtid, der af shiamuslimer overalt i verden markeres med pilgrimsfærd til Iraks hellige byer, Kerbala og Najaf. A'shura er afslutningen på en tidages sørgeperiode, hvor shiitterne mindes Husayn ibn Alis martyrium ved Kerbala i Irak 680. Kerbala er shiamuslimernes hellige by, hvor profeten Muhammeds barnebarn imam Hussein ligger begravet, og hvor A'shura-ritualet, der er en mindehøjtidelighed for Husseins martyrium, er mest intenst. Ifølge Udenrigsministeriets var der onsdag morgen dansk tid ingen meldinger om uro fra danske repræsentationer i Mellemøsten eller Asien. Fire dræbt bliver under ny demonstration i Afghanistan mod Muhammed-tegninger. Samtidig blev flere andre såret. Vrede palæstinensere angriber international observatørpost i Hebron, efter at danske observatører var evakueret af frygt for uro over Muhammed-tegningerne. Ruslands præsident, Vladimir Putin, opfordrer Danmark til at sige undskyld for Jyllands-Postens karikaturtegninger af profeten Muhammed. Pressemødet 7. februar Pressemøde med Anders Fogh Rasmussen og Per Stig Møller 7. februar 2006: Statsminister Anders Fogh Rasmussen tegner et dystert billede af en voksende krise i kølvandet på Jyllands-Postens Muhammed-tegninger, da han på et pressemøde møder den danske og udenlandske presse. Statsministeren manede til ro og opfordrede til dialog, mens han betonede, at krisen ikke længere handler om selve tegningerne, fordi sagen bliver misbrugt af ekstremister. Anders Fogh Rasmussen frygter, at krisen vokser yderligere. Løgn og misinformation spredes i en fart, så regeringen ikke kan følge med, fortalte han. 55

56 Et af de billeder, som var med i den mappe, de danske muslimer havde med på en rundrejse i Mellemøsten, viser i virkeligheden blot en franskmand, som sidste år blev fotograferet under en lokal fransk grisefestival. Udenrigsministeriet fraråder alle rejser til Indonesien og alle danskere i landet rådes til at forlade landet. Årsagen er, at ministeriet har modtaget troværdige oplysninger, som tyder på, at der er en sikkerhedsrisiko for danske interesser i Indonesien. Over 5000 muslimer deltager i en demonstration i den sydlige by Cotabato i Filippinerne, hvor de afbrænder danske flag. Singapores udenrigsminister opfordrer den asiatiske organisation ASEAN til at hindre, at splittelsen mellem muslimer og ikke-muslimer breder sig i Asien. Urolighederne i Indonesien og Pakistan får Dansk Røde Kors til at trække 40 af sine medarbejdere ud. Det er anden dag i træk med voldelige demonstrationer foran den danske ambassade i Teheran. Foto: ABEDIN TAHERKENAREH Scanpix Danmarks ambassade i Irans hovedstad, Teheran, bliver angrebet for anden dag i træk. Udenrigsminister Per Stig Møller (K) protesterer over for Iran. Irans største dagblad vil afprøve Vestens ytringsfrihed og udskriver konkurrence om karikaturtegninger af holocaust. Demonstranter brænder det danske og amerikanske flag af i Jesu fødeby. Rigsadvokaten har intet grundlag for at rejse sag mod Jyllands-Posten, som 27 muslimske organisationer ellers ønsker det. Det vurderer pressejurist Oluf Jørgensen. En nystiftet forening vil med nye argumenter overbevise anklagemyndigheden om at rejse tiltale mod Jyllands-Posten. Ikke bare tegningerne, men især den ledsagende tekst viser, at avisen overtrådte straffelovens såkaldte racismeparagraf, hævder foreningen Danskere imod Blasfemi. 6. februar 2006: Protesterne mod de danske Muhammed-tegninger koster de første dødsofre. Mindst fem bliver dræbt i Afghanistan, da politiet åbner ild under en demonstration. I Somalia bliver en teenage-dreng dræbt da politiet åbner ild mod flere hundrede vrede demonstranter. I Tyrkiet bliver en katolsk præst skudt af en ukendt gerningsmand. De tyrkiske myndigheder mener at drabet er en reaktion på de danske Muhammed-tegninger. Demonstranter forcerer mandag aften muren ind til den danske ambassade i Teheran. De smider benzinbomber mod bygningen og trænger indenfor, hvor de ødelægger inventar i ambassadens underetage. Syrien beklager angrebet på de skandinaviske ambassader i Damaskus, men udtrykker samtidig stor forståelse for folkets vrede over Muhammed-tegningerne. Libanons regering vedtager på et hastemøde en erklæring, hvori de undskylder angrebet på den danske diplomatiske mission i Beirut Også i Irak har der været demonstrationer, hvor flere tusinde mennesker demonstrerer i den sydlige del af landet. De kræver, at Irak bryder alle diplomatiske og økonomiske bånd til Danmark og andre lande, der har trykt Muhammed-tegningerne. Danske, tyske og israelske flag bliver brændt af sammen med dukker af den danske statsminister. Flere hundrede mennesker demonstrerer uden for den danske ambassade i Indonesien, der er verdens mest folkerige muslimske nation, i protest mod tegningerne. Og flere steder i Indien protesterer muslimer ved at brænde Dannebrog af. De århusianske imamer, der har rejst rundt i Mellemøsten for at fortælle om avistegningerne af profeten Muhammed, er nu blevet udsat for dødstrusler. Storbritanniens premierminister Tony Blair har til statsministeren udtrykt sin "fulde støtte og solidaritet" med Danmark. Også Frankrigs præsident Jacques Chirac bakker Danmark op. I 56

57 Tyskland tog forbundskansler Angela Merkel skarpt afstand fra volden og understregede, at den på ingen måde kunne løse de bestående modsætninger. 5. februar 2006: For anden dag i træk er der angribes danske repræsentationer i Mellemøsten. Det danske generalkonsulat i Libanons hovedstad, Beirut bliver sat i brand af rasende demonstranter. Ildspåsættelsen skete, efter at libanesisk politi og militær i et stykke tid havde holdt de omkring demonstranter væk fra konsulatet med tåregas, varselsskud og vejspærringer. Efter et krisemøde i den libanesiske regering søndag aften vælger indenrigsminister Hassan Sabeh at træde tilbage efter kritik af myndighedernes indsats. Angrebet på generalkonsulatet i Beirut får omgående det danske udenrigsministerium til på det kraftigste at opfordre alle danskere til at forlade Libanon og nabolandet Syrien, hvor den danske ambassade blev brændt ned dagen inden. Udenrigsministeriet kalder situationen i Beirut "ude af kontrol". Udenrigsminister Per Stig Møller indkalder til pressemøde om situationen i Mellemøsten efter ildspåsættelse på to danske repræsentationer. Demonstrationerne mod Danmark spreder sig i løbet af søndagen til Tyrkiet, hvor der afbrændes dukker af Anders Fogh Rasmussen. Koordinatoren af EU's udenrigspolitik, Javier Solana fordømmer "i kraftigst mulige vendinger volden og truslerne mod europæiske borgere og interesser i Syrien og andre lande i området". Præsidenterne for Tyskland, Finland, Portugal, Letland, Italien, Østrig og Ungarn forsvarer ytringsfriheden og kræver dialog med muslimer i strid om tegninger. NATO's generalsekretær, Jaap de Hoop Scheffer, fordømmer i en pressemeddelelse angrebene på de skandinaviske ambassader i Syrien. FN's generalsekretær, Kofi Annan, fordømmer ligeledes voldshandlingerne og maner til ro. USA giver Syrien skylden for de brande, der lørdag ramte den danske og norske ambassade i Damaskus. Det kunne ikke ske uden regeringens støtte, hedder det. 4. februar 2006: Den danske ambassade i Syriens hovedstad Damaskus, bliver stormet og sat i flammer, efter flere tusinde demonstranter havde været på gaden for at demonstrere mod tegningerne. Også den chilenske og den svenske ambassade i samme bygning blev hærget. Demonstranterne fortsætter til den norske ambassade der også sættes i brand. Der havde tilsyneladende i løbet af dagen cirkuleret sms-beskeder om, at danskere lørdag ville samle sig på en plads i København for at afbrænde Koraner, og af den grund blev demonstranter opfordret til at møde op ved den danske ambassade i Damaskus. Ambassaden forsøger flere gange i løbet af dagen at gøre de syriske myndigheder opmærksomme på, at en stor demonstration var under opsejling. Tilhængere af den radikale shiamuslimske præst Moqtada Sadr kræver en undskyldning for tegningerne fra de danske styrker stationeret ved Basra i det sydlige Irak. Redaktøren for en jordansk avis, der trykte Muhammed-tegningerne bliver anholdt. Udenrigsminister Per Stig Møller siger at det er helt uacceptabelt, at ambassaden ikke blev beskyttet af syrerne. Den danske ambassade i Syriens hovedstad, Damaskus, forsøger flere gange i løbet af lørdagen gøre de syriske myndigheder opmærksomme på, at en stor demonstration var under opsejling. Københavns Politi afviser rygter blandt muslimer om, at Koranen skulle være afbrændt under demonstrationer i Danmark. Politiet har anholdt 179 personer ved lørdagens demonstrationer, størstedelen er fra det autonome miljø, oplyser politiet. 57

58 Omkring 1000 demonstranter samles foran den danske ambassade i London for at protestere mod Muhammed-tegningerne. Demonstranterne råbte slagord og fremviste plakater med slogans som "massakrer dem, der krænker islam" og "Europa, jeres 11. september vil komme". Østrig fordømmer på hele EU's vegne angrebene på de nordiske ambassader i Damaskus. USA's udenrigsminister, Condoleezza Rice, ringede lørdag aften til sin danske kollega Per Stig Møller om nedbrændingen af den danske ambassade i Syriens hovedstad Damaskus. Ministeriet ønsker dog ikke at oplyse om indholdet af samtalen. 3. februar 2006: Krisen raser nu på fuld styrke og udvikler sig time for time Statsminister Anders Fogh Rasmussen mødes med ambassadører og repræsentanter for 76 lande i Eigtveds Pakhus i København. På mødet fastslår statsministeren at den dansk-arabiske krise kan vokse til et globalt problem, hvis den får lov at eskalere yderligere. Egyptens ambassadør, Mona Omar Attia, savner stadig en klar undskyldning fra Jyllands-Posten for at have bragt Muhammed-tegningerne. Trods et håb hos den danske regering om, at troende ved fredagsbønnerne ville blive manet til ro, genlød slagordene mod Danmark fra Jerusalem til Jakarta. Statsministerens optræden på arabisk fjernsyn synes ikke at have haft nogen effekt. I Jerusalem demonstrerer tusinder af muslimer uden for al-aqsa-moské. Protesterne begynder straks efter fredagsbønnen under hvilken en imam kaldte karikaturtegningerne for "et angreb" på islam. Demonstranter råber slagord mod Danmark, Norge og Frankrig. I Pakistans hovedstad, Islamabad, demonstrerer omkring 400 muslimer med kravet om, at Danmarks ambassadør bliver udvist af landet. Lige så mange demonstranter deltager i en protest i Karachi længere mod syd, hvor de råbte slagord som "Død over Danmark, Frankrig og Norge". Den britiske udenrigsminister, Jack Straw, betegner Jyllands-Postens tegninger som "krænkende", "ufølsom" og "respektløs". Den britiske tv-station, BBC, kan konstatere, at de danske Muhammed-tegninger har sat sindene i kog over hele verden. Det kendte debatprogram "Have Your Say" havde varslet, at det ville diskutere tegningerne, og det resulterede i over inden for 24 timer til redaktionen - fyldt med spørgsmål og holdninger. I Indonesiens hovedstad, Jakarta, stormer omkring 300 muslimer den danske ambassadebygning. Fogh på al-arabiya Læs eller se uddrag af Anders Fogh Rasmussens interview med tv-stationen al-arabiya. Interviewet er ikke tekstet. Klik her 2. februar 2006: Anders Fogh Rasmussen optræder på den arabiske tv station Al-Arabiya, hvor han fortæller seerne, at danskerne ikke har noget ønske om at fornærme verdens muslimer. Han forklarer 50 millioner arabisk tv-seere, at danskerne respekterer alle religioner, og at det danske folk ikke har noget ønske om at fornærme muslimer. Danmark bliver truet med blodig krig af en gruppe, der påstår de har tilknytning til Al-Qaeda. Bevæbnede mænd omringer EU's kontor i Gaza. De kræver, at kontoret lukkes, Samtidig truer flere grupper danske, norske og franske statsborgere. Den jordanske avis al-shihan trykker Muhammed-tegningerne. 1. februar 2006: Aviser i hele Europa bringer karikaturtegninger af profeten Muhammed med henvisning til ytringsfriheden. Det gælder aviser i bl.a. Frankrig, Tyskland, Italien, Holland, Spanien og Island. 58

59 Ejeren af den franske avis France Soir fyrer sin chefredaktør, efter at denne havde genoptrykt Muhammed-tegninger Det indflydelsesrige overhoved for muslimerne i Israel og de palæstinensiske områder, stormufti Ekrima Sabri, er langt fra tilfreds og kræver undskyldning af regeringen. Imam Abu Laban er tilsyneladende mod boykotten mod Danmark i danske medier, men taler samtidig for den i medier i den arabiske verden. Politikens tidligere chefredaktør Herbert Pundik foreslår, at der bygges en moske i København for at få opblødt krisen om tegningerne. Blodpenge, kalder den radikale Naser Khader det. Overborgmester Ritt Bjerregaard bakker op om forslaget. 31. januar 2006: Mejerigiganten Arla varsler fyring af op imod 100 medarbejdere på grund af boykotten af danske varer. Den danske bataljon i Irak modtager oplysninger om, at der er udstedt en fatwa - eller religiøs fordømmelse - mod bataljonen, oplyser forsvarsminister Søren Gade. En række muslimske foreninger er stadigvæk ikke tilfredse med Jyllands-Postens udmeldinger. De kræver en utvetydig undskyldning fra avisen. Jyllands-Posten beklager Morgenavisen Jyllands-Posten udsendte mandag den 30. januar 2006, via det jordanske nyhedsbureau, en artikel, hvor avisens chefredaktør beklager utilsigtet at at have krænket muslimer. Avisen undskylder dog ikke at have bragt tegningerne. Artiklen indledes med ordene "Ærede medborgere i den muslimske verden". I artiklen hedder det desuden at "Det er Jyllands-Postens ønske, at forskellige befolkningsgrupper skal leve i fred og harmoni med hinanden, og at de diskussioner og uenigheder, som altid vil præge et dynamisk samfund, gennemføres i gensidig respekt". Hele artiklen kan læses på Jyllands Postens hjemmeside 30. januar 2006: Jyllands-Posten udsender via et jordansk nyhedsbureau en undskyldende artikel for at have krænket muslimer i sagen om avisens tegninger af profeten Muhammed. Statsminister Anders Fogh Rasmussen gør rede for sin holdning i sagen om Muhammedtegningerne. - Jeg har personligt en sådan respekt for menneskers religiøse overbevisning, at jeg personligt aldrig ville fremstille Muhammed, Jesus eller andre religiøse skikkelser på en måde, som kan krænke andre mennesker - En dansk regering kan ikke undskylde for en dansk avis. Vi lever i et samfund, hvor pressefrihed og ytringsfrihed er nogle af grundpillerne. Vi står benhårdt vagt ved vores grundprincipper Alle unødvendige rejser til en lang række lande i Mellemøsten bør undgås, advarer Udenrigsministeriet på sin hjemmeside. 29. januar 2006: Libyen beslutter at lukke sin ambassade i Danmark i protest mod Jyllands-Postens Muhammedtegninger. 59

60 I byen Nablus på Vestbredden sætter vrede palæstinensere for første gang ild til Dannebrog og truer med at skade danskere i området. Danskere, svenskere og nordmænd i Gaza bliver bedt om at forlade området inden 72 timer. Venstres udenrigspolitiske ordfører Troels Lund Poulsen mener, at den danske ambassadør i Saudi- Arabien er gået over stregen i interview med amerikansk tv. Dansk Folkeparti kræver, at udenrigsminister Per Stig Møller kommer med en decideret irettesættelse af ambassadøren. 28. januar 2006: I et interview med det amerikanske selskab AP-TV medgiver den danske ambassadør i Saudi- Arabien Hans Klingenberg, at "avisens handlinger har såret - ikke blot muslimer i Danmark dybt, men millioner af muslimer i hele verden". Han beskylder desuden Jyllands-Posten for at have udvist "manglende dømmekraft" i forbindelse med sagen om Muhammed-tegningerne. Mejerikoncernen Arla kan konstatere, at det danske salg er gået totalt i stå i Saudi-Arabien, hvor Arla Foods normalt omsætter for 5-10 mio. kr. om dagen. Samtidig breder boykotten sig til andre virksomheder og Golfstater.. Imam Abu Laban og andre danske imamer beskyldes for at have opdigtet foreninger og opfundet vrede muslimer for at skaffe opbakning til protesterne. Islamisk Trossamfunds talsmand, Kasem Ahmed, hævder, at foreningerne repræsenterer muslimer i Danmark men Ekstra Bladets optælling afslører, at tallet reelt kun er januar 2006: Ved fredagsbønnen opfordrer religiøse ledere flere steder i Mellemøsten til boykot af danske varer Dansk Industri's brev Læs DI's brev til JP. Presset på Jyllands-Posten stiger yderligere da Dansk Industri går ind i sagen: Jyllands-Posten må forklare sig, lyder budskabet fra direktør Hans Skov Christensen. 26. januar 2006: Saudi-Arabien kalder landets ambassadør i Danmark hjem til konsultationer. Arla Foods bliver direkte ramt af den muslimske vrede over tegningerne. Både religiøse og politiske ledere i Saudi-Arabien opfordrer til boykot af danske varer. 25.januar 2006: Saudi-Arabiens øverste præst stormufti Sheikh Abdulaziz al-sheikh kræver at Danmark straffer Jyllands-Posten på grund af de omstridte Muhammed-tegninger. Regeringens besvarelse Regeringens svar til FNs specialrapportører 24. januar 2006: Danmark skal ikke skamme sig over sin håndtering af menneskerettighederne i sagen om Jyllands- Postens 12 tegninger af den islamiske profet Muhammed. Det fastslår statsministeren i forbindelse regeringens svar til FN i forbindelse med sagen. 23. januar 2006: Trods debatten og den megen foromtale af bogen har boghandlerne dog kun bestilt få eksemplarer 60

61 hjem af børnebogen "Koranen og profeten Muhammeds liv" af forfatteren og samfundsdebattøren Kåre Bluitgen. 21. januar 2006: En international sammenslutning af muslimske lærde truer med at opfordre "millioner af muslimer verden over" til at boykotte danske og norske varer i protest mod offentliggørelsen af de satiriske tegninger. 20. januar 2006: Indbyggerne i Saudi-Arabien, der huser Islams helligste sted, Mekka, opfordres til at boykotte danske varer. Opfordringerne spreder sig via s og sms, skriver den engelsksprogede arabiske avis Arab News. 13. januar 2006: Der lyder forsonlige toner fra Islamisk Trossamfund og 28 andre muslimske organisationer. I et åbent brev til statsminister Anders Fogh Rasmussen ønsker foreningerne det danske folk godt nytår og meddeler, at de er positive og ønsker dialog, der bygger på gensidig respekt og forståelse. 12. januar 2006: En nordmand med udenlandsk baggrund er anholdt og sigtet for at have sendt en trusselsmail rettet mod Jyllandsposten og tegnerne bag Muhammed-illustrationerne. 10. januar 2006: De danske ambassader i en række arabiske lande er blevet bedt om at rette eventuel misinformation i den ophedede debat om Muhammed-tegningerne. Islamisk Trossamfund sagsøger på vegne af en række islamiske organisationer Dansk Folkepartis formand, Pia Kjærsgaard, for injurier. Det sker efter, at Pia Kjærsgaard har anklaget Islamisk Trossamfund for landsforræderi og for at have bedrevet en "utilsløret bagvaskelseskampagne" mod Danmark. I Norge trykker den kristne avis Magazinet de tegninger af Muhammed, der tidligere er blevet bragt i Jyllands-Posten. Ifølge Magazinets redaktør Vebjørn K. Selbekk sker det for at værne om ytringsfriheden. 8. januar 2006: Islamisk Trossamfund finder på et møde i Odense ingen skriftlige beviser for, at trossamfundets udsendinge under en rejse til Egypten har spredt misinformation om forholdene i Danmark. Samtidig besluttes det at indbringe Statsadvokatens afgørelse om ikke at rejse en straffesag mod Jyllands-Posten for blasfemi overfor Rigsadvokaten. 7. januar 2006: Jyllands-Posten undgår en straffesag for at have bragt de omstridte tegninger af profeten Muhammed. Statsadvokaten i Viborg mener, ikke at avisen kan dømmes for at have forhånet islam eller muslimer som sådan. 6. januar 2006 Udenrigsminister Per Stig Møller får ros fra Socialdemokraterne, fordi han har taget kontakt til Den Arabiske Liga og aftalt med ligaens generalsekretær, at tegningerne ikke længere bør være et stridspunkt mellem Danmark og de arabiske lande. Forlydender om, at en række herboende muslimer via Islamisk Trossamfund har spredt urigtige oplysninger om Danmark i Mellemøsten, får samme dag statsminister Anders Fogh Rasmussen til at kræve, at de involverede muslimer korrigerer oplysningerne. 5. januar 2006: Lederen af Islamisk Trossamfund Imam Abu Laban bekræfter over for dagbladet Information, at det er trossamfundet, der har organiseret langt størstedelen af den kritik, der er haglet ned over Danmark på grund af tegningerne. Det var bl.a. Islamisk Trossamfund, der bad en række 61

62 ambassadører rejse sagen om tegningerne over for statsminister Anders Fogh Rasmussen. Per Stig Møller aftaler i samtale med Den Arabiske Ligas leder at afslutte strid om Muhammedtegninger og komme videre med regeringens arabiske initiativ. 4. januar 2006: Egyptens ambassadør Mona Omar Attia roser statsministeren for at få oversat dele af sin nytårstale til arabisk. Mona Omar Attia er en af de 11 muslimske ambassadører, der bad om et møde med statsministeren om sagen. 3. januar 2006: Organisationen Den Islamiske Konference (OIC), hvis medlemmer er de muslimske lande, boykotter det store kulturarrangement Images of the Middle East. 2. januar 2006: En række imamer og andre topfolk fra islamiske menigheder i København, Odense og Århus i de seneste uger har rejst rundt i Mellemøsten for at få ministre, top-politikere, organisationsledere og religiøse overhoveder i hele den islamiske verden til at protestere over for Danmark. Hovedkraften bag initiativet er Islamisk Trossamfund i København, og her betegner talsmand Ahmed Said Kassem kampagnen som»en stor succes«. Nytårstalen 2006 Bundeszentrale für politische Bildung (2001) Fenster schließen GrafStat - Unterrichtsmaterial Fußball und Nationalbewusstsein M Stolz auf Deutschland - für die Mehrheit der Deutschen unproblematisch 62

63 Für die große Mehrheit der Deutschen in Ost und West steht außer Frage, dass man als Deutscher stolz auf dieses Land sein kann: Drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) vertreten die Meinung, man könne stolz auf Deutschland sein und dies habe nichts mit Nationalismus zu tun. Nur jeder fünfte Deutsche (22 Prozent) wertet die Aussage "Ich bin stolz auf dieses Land" als Ausdruck eines überholten Nationalismus. Die eindeutigste Position vertreten die Anhänger der Union, von denen sich 84 Prozent die Ansicht von Laurenz Meyer [Er sei stolz, ein Deutscher zu sein Die Autoren] zu eigen machen. Die Anhänger der Grünen sind dagegen in dieser Frage sichtbar gespalten: Für 45 Prozent ist die Aussage "Ich bin als Deutscher stolz auf dieses Land" nationalistisch, genau so viele Anhänger der Grünen haben mit dieser Aussage dagegen keine Probleme. Auch wenn die Mehrheit der Deutschen stolz auf ihr Land ist, die Zweifel an einem kollektiven Nationalstolz haben in den letzten Jahren erkennbar zugenommen: In einer vergleichbaren Studie vor zehn Jahren wertete in etwa jeder achte Westdeutsche (13 Prozent) Nationalstolz als Zeichen eines überholten Nationalismus, 13 Jahre später kommt in den alten Bundesländern jeder fünfte Bürger (20 Prozent) zu diesem Schluss. 63

64 Das besondere Gewicht eines wirtschaftlich begründeten Nationalstolzes besteht allerdings nur in den alten Bundesländern. Ostdeutsche benennen mit 25 Prozent wirtschaftliche Gründe wesentlich seltener als Westdeutsche (37 Prozent). Deutlich häufiger finden die Ostdeutschen dagegen kulturelle Erklärungen: 24 Prozent der Begründungen in den neuen Bundesländern entfallen auf Kultur, Sprache, Geschichte, Wissenschaft und Sport, in den alten Bundesländern sind es nur 16 Prozent. Eine weitere ostdeutsche Besonderheit besteht in der vergleichsweise geringen Bedeutung, die das politische System für das nationale Selbstbewusstsein der Bürger in den neuen Bundesländern spielt: Anders als im Westen, wo politische Faktoren den zweitwichtigsten Faktor stellen (17 Prozent), landen politische Begründungen in den neuen Bundesländern mit 13 Prozent der Nennungen lediglich an dritter Stelle. Aus: TNS Infratest Trendletter. Ein Informationsdienst zum Meinungsbild in Deutschland, April 2001, ( ). Schneider, Rolf (2000). Sonderwege gingen alle. Die Welt Online Sonderwege gingen alle 11. Januar 2000, 00:00 Uhr Essay von Rolf Schneider - Die Deutschen sind keine "verspätete Nation", nur eine, die noch unter Adolf Hitler leidet 64

65 Nach einem oft zitierten Wort Friedrich Nietzsches ist eine Vorzugstätigkeit der Deutschen ihr ständiges Nachdenken über die eigene Identität. Daran hat sich wenig geändert. Die staatliche Wiedervereinigung des Landes bot einen zusätzlichen Anlass dafür, der Umzug der zentralen Regierungsgewalt von Bonn nach Berlin einen anderen. Ob wir uns mehr nationales Selbstbewusstsein erlauben sollten oder müssten, ist eine fortwährend begrübelte Frage, wie auch die Feststellung, wir praktizierten dies längst. Allgemein wird dann noch befunden, die Deutschen hätten, da geschichtlich als Staat so spät angetreten und dies zudem durch einen gewaltsamen Eingriff von oben, eigentlich nie ein ordentliches Kollektivbewusstsein entwickelt. Lieber hätten sie sich auf Untertanengeist und dumpfen Germanenkult zurückgezogen, worunter sie bis heute litten, und als neueste verquere Sinnstiftung pflegten sie zusätzlich die durch die hinzugekommenen Ostdeutschen beförderte Idee der Egalität. Das liest sich recht hübsch und entzückt durch seinen vornehmen Nationalmasochismus. Einer genaueren Prüfung hält es nicht stand. Helmuth Plessners Formulierung von der "verspäteten Nation", mit der wir gern unsere Sonderwege entschuldigen oder verdammen, gilt beileibe nicht nur für uns. Verspätete Nationen sind, um nur in Europa zu bleiben: Italien, Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Irland, Finnland, Albanien, Ungarn, Griechenland, Ukraine, Bulgarien, Weißrussland und die baltischen Staaten, unter anderem, mithin: ein großer Teil unseres Kontinents. Ebenso gut ließe sich sagen, dass Frankreich, England, die Niederlande, Spanien und Portugal besser als verfrühte Nationen firmierten. Der Vorteil der genannten fünf war das Vorhandensein eines Zentralstaates, dessen sich die Nation bemächtigen konnte. Dabei ist der Zentralstaat mit dem Nationalstaat nicht identisch. In Frankreich entstand er durch das absolutistische Regiment der Bourbonen, in England durch die Rosenkriege und die Tudors, was in beiden Fällen ein Eingriff von oben war; Bismarck nahm 1870/71 nichts anders vor. Wenn wir uns darauf einigen, dass der Nationalstaat ein notwendiger Aggregatzustand der bürgerlichen Gesellschaftsentwicklung ist und neben der sozialen die andere Form der kollektiven Emanzipation, werden wir Bismarcks Leistung als unabdingbar qualifizieren, wie sehr uns viele Einzelheiten missfallen. Dazu gehört eine unerträgliche Nationalromantik, aber auch die haben wir nicht allein. Die Mischung aus Geschichtslegende und Großmannssucht gehört zu den mentalen Unarten des 19. Jahrhunderts auch bei Franzosen und Briten. Bismarck leistete, was die Paulskirchenversammlung von 1848/49 hätte leisten müssen. Dass sie eine Manifestation der nationalen Idee war, bleibt unabweislich, und ihr Ethos erschöpfte sich keineswegs in Germanenseligkeit oder Begeisterung für Ottonen und Staufer. Geschichtssinn und Geschichtsbesinnung gehören freilich zur Nationwerdung, und mit der Romantik beginnt, nicht bloß in Deutschland, die Geschichtswissenschaft, welche Herkunft ihr nicht immer gut tat. Das deutsche Nationalgefühl indessen ist älter. Es verdankt sich der Aufklärung im 18. Jahrhundert, Lessing und Herder waren seine ersten Propagandisten, und zur geschichtlichen Kraft wurde es erstmals in den antinapoleonischen Kriegen; auf dem Wiener Kongress hat Metternich es seiner progressiven Dynamik wegen verworfen, um stattdessen die alten Duodezzustände zu restaurieren. Das Nationalbewusstsein der Deutschen war über lange Zeit ein bloßes Kulturbewusstsein, die deutsche Nation eine bloße Kulturnation. Sie hat noch die 40 Jahre der staatlichen Teilung gehalten und, wenn man so will, die Ereignisse von 1989/90 begünstigt. Gewiss war hier ebenso ein Bedürfnis nach Gleichheit dabei: Die Ostdeutschen ersehnten die nämlichen Lebensumstände wie die Bundesbürger und gaben diesem Wunsch in ihrer Revolte Ausdruck. Dass durch sie allerlei Egalitäres als Gewohnheit und Forderung in die gesamtdeutsche Wirklichkeit eingesickert sei, darf man behaupten. Freilich: Die vollkommene Egalität herrschte auch in der DDR nicht, so wenig wie 65

66 in den anderen Ländern des Realsozialismus. Umgekehrt war und ist die Gleichheitsidee kein osteuropäisches Spezifikum. Sie gehört vielmehr zum Urmaterial aller utopistischen Weltverbesserungsfantasien spätestens seit dem Urchristentum. Sie wird immer wieder vorgetragen, immer wieder gewollt und immer wieder verfehlt. Die Französische Revolution, die sie als eines von drei Essentials auf ihre trikolore Fahne schrieb, konnte sie nicht einlösen (es sei denn unter der Guillotine) und der Bolschewismus auch nicht (es sei denn im GULag). Geblieben sind der Verfassungsauftrag und die formelle Gleichbehandlung vor dem Gesetz. Selbst in diesen beiden Fällen gibt es immer nur Annäherungen: bestenfalls. Was die politische Linke ebenso andauernd wie vergebens erstrebt, ist jene so genannte Chancengleichheit, die mit materiellem Ausgleich befördert wird, vollzogen über Sozialstaatsmaßnahmen und finanziert durch die Steuerprogression. Dies alles ist in der Bundesrepublik Deutschland erheblich stärker vorhanden als in den angelsächsischen Staaten, doch es ist erheblich weniger ausgeprägt als in den skandinavischen Ländern die, jedenfalls Dänemark und Schweden, alte und intakte Nationalstaaten sind. Die Deutschen unterscheiden sich von anderen Völkern nicht durch etwelche Verrenkungen ihres geschichtlichen Bewusstseins. Die haben die anderen auch. Sie unterscheiden sich durch Adolf Hitlers Herrschaft. Sie zu begreifen, allen inzwischen angestellten Analysen zum Trotz, ist uns immer noch nicht gelungen und gelingt uns womöglich nie. Rolf Schneider ist Schriftsteller. Er lebt in Schöneiche bei Berlin Socialistisk Arbejderparti: Så er afstemningen overstået % af danskerne stemte, og resultatet blev 53.1% sagde nej! mens 46.9% sagde ja. HURRA til det demokratiske Europa! Hvad skal nej-sejren bruges til? Udtalelse fra SAPs hovedbestyrelse 1. oktober 2000 Zank, Wolfgang (2006). In der Festung Dänemark. Die Zeit Online Dänemark In der Festung Dänemark Von Wolfgang Zank DIE ZEIT Nr.11 Ein nettes, kleines Land wird zum Ziel islamischer Wut, nur wegen ein paar Karikaturen. Unbemerkt davon schürt die dänische Politik seit Jahren Ausländerfeindlichkeit. 66

67 Kaum ist der Besucher dem Taxi entstiegen, als sich auch schon ein beinahe zwei Meter hoher Mann direkt vor ihm aufbaut. Er trägt die blaugraue Uniform einer privaten Wachgesellschaft, eine Wollmütze bedeckt seine Glatze nur teilweise. Ein weiterer Wächter beäugt den Besucher kritisch aus etwas größerem Abstand, und über dem Eingang registriert eine Kamera alle Vorkommnisse. Was er denn wolle und ob er überhaupt eine Mitarbeiternummer habe, wird der Besucher gefragt. Als er sein Anliegen erklärt, darf er zumindest stehen bleiben und sich ein wenig umschauen. Das Redaktionsgebäude ist ein architektonisch wenig ansprechender Zweckbau aus gelben Ziegeln mit grauem Flachdach, und auf einer Lagerhalle linker Hand prangt der Name des Blattes: Morgenavisen Jyllands-Posten. Die Zeitung, die den mittlerweile weltweiten Karikaturenstreit durch Abruck der Mohammed-Porträts ausgelöst hat. Der Beinahe-zwei-Meter-Mann geht an die Tür, tippt eine Zahl in das elektronische Schloss und verhandelt durch ein Fenster mit einem weiteren Wächter. Der greift zum Telefon, führt einige Gespräche und erteilt dann dem Besucher die Genehmigung, durch zwei Sicherheitstüren in das Gebäude zu gehen. Die Journalisten drinnen sind im Stress die Montagsausgabe muss fertig werden. Aber Redakteur Lars Fromm gibt gerne ein wenig Auskunft.»Unsere Situation war ja in der letzten Zeit manchmal recht unangenehm, mit mehreren Bombendrohungen, unbehaglichen s und dergleichen. Am schwersten war es für die Kollegen, deren Kinder auf Schulen in der Nähe gehen. Nicht weit von hier liegt ein Stadtteil mit vielen Einwanderern, und das prägt natürlich auch die Schulen.«Aber gekündigt hat keiner. Auch Kulturredakteur Flemming Rose ist bald wieder zurück. Er war es, der die Mohammed-Zeichnungen ins Blatt schob. Als er dann gegenüber CNN erklärte, die Jyllands-Posten würde selbstverständlich im Namen der Meinungsfreiheit auch iranische Holocaust-Karikaturen abdrucken, schickte ihn Chefredakteur Carsten Juste erst einmal in Urlaub.»Der Stress war einfach zu viel für Rose«, hieß es als Begründung. Die Auflage der Zeitung ist übrigens unverändert, der gestiegene Bekanntheitsgrad des Blattes führte nicht zu mehr Einnahmen. Beim Verlassen des Redaktionsgebäudes stellt sich heraus, dass der Beinahe-zwei-Meter-Mann und der wartende Taxifahrer alte Bekannte sind.»der hat mich schon zweimal weggeschickt, obwohl die Jyllands-Posten mich hierher bestellt hatte. Aber der Kunde war noch im Gebäude. Ich trage eine Taxifahrer-Uniform, und das Auto ist klar als Taxi zu erkennen, aber der Wächter sagte, ich darf hier nicht parken. Ich musste also leer wieder abfahren.«der Taxifahrer eher klein, schwarzes Haar, braune Augen könnte vom Aussehen her durchaus Araber sein, das gab in den Augen des Wachpostens wohl den Ausschlag. Wobei es etwas absurd ist, Taxen das Parken zu verbieten, während gleichzeitig jeder mit dem Auto problemlos an das Gebäude heranfahren kann. Und so taugt die kleine Festung Jyllands-Posten als Bild für das Image des ganzen Landes als der großen Festung Dänemark. Lars Kolind, lange Jahre an der Spitze von Erfolgsfirmen wie Oticon oder Radiometer und jetzt Leiter einer wirtschaftsnahen Denkfabrik, konnte die Entwicklung aus der Nähe verfolgen:»bis vor etwa fünf Jahren war es immer eine Freude, als Repräsentant der dänischen Wirtschaft in der Welt herumzureisen. Dänemark war als offenes, humanistisches und verantwortungsbewusstes Land bekannt.«damit sei nun Schluss.»Der Markenname, den aufzubauen fast hundert Jahre dauerte, ist zerstört. Mehrmals bin ich in den letzten Jahren der Auffassung begegnet, dass Dänemark ein abgeschlossenes Land sei, das es schlecht versteht, Menschen aufzunehmen, die anders als wir selbst sind.«die bunte Utopie. Noch in den neunziger Jahren verbanden ausländische Beobachter mit Dänemark eher die anarchische, von Haschischwolken umwaberte»republik Christiania«mitten in Kopenhagen, ein Signal für die Tolerierung alternativer Lebensformen. Früher als in anderen Ländern konnten Homosexuelle heiraten, und Windmühlen auf allen windumtosten Stätten 67

68 schienen zu beweisen, dass das Land auch grüner als andere war. Und dann war da die historische Rettung der dänischen Juden im Jahre Die Dänen hatten also eine lange Tradition des freundlichen Umgangs mit Minderheiten oder? Allerdings war Dänemarks Toleranz lange Zeit gar nicht richtig getestet worden. Gewiss, auch nach Dänemark kamen in den sechziger Jahren viele Gastarbeiter und später Asylbewerber oder vietnamesische»bootsflüchtlinge«. Aber der Umfang blieb eher bescheiden. Sieht man von Einwanderern aus Ländern wie Großbritannien oder Schweden ab, so lebten 1983 in Dänemark gerade mal rund Menschen aus so genannten Drittländern wie der Türkei oder Iran weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Dies war allerdings schon genug, um massive Rufe nach Zuzugsbeschränkungen auszulösen fünf Jahre eher als in Deutschland wurden die dänischen Asylregelungen verschärft. Eine generelle Fremdenfeindlichkeit war aber seinerzeit kaum auszumachen. Zwar meinten 1993 rund zwei Drittel aller Dänen, dass viele Einwanderer nur gekommen seien,»um das soziale System auszunutzen«. Aber etwa genau so viele waren der Auffassung, dass Dänemark eine Verpflichtung habe,»den Flüchtlingen ordentliche Wohnungen zur Verfügung zu stellen«. Die meisten Dänen hatten also eine eher ambivalente Haltung, die sich in die eine wie in die andere Richtung entwickeln konnte. Noch im Wahlkampf 1994 spielte das Thema kaum eine Rolle. Die Stimmung kippt. Das tat sie langsam, aber sicher. Beinahe die Hälfte der Dänen war im Jahre 2000 der Meinung, dass»die Einwanderung eine ernsthafte Bedrohung unserer nationalen Eigenart darstellt«. Das Thema rückte auf der Liste der wahlentscheidenden Fragen ganz nach oben. Vor allem durch Familienzusammenführungen und weiteren Asylbewerberzustrom war die Zahl der Ausländer auf gestiegen das waren jetzt rund fünf Prozent der Gesamtbevölkerung. Nun konnten die Dänen ganze Gruppen von Somaliern auf den Marktplätzen beobachten. Exotische Läden breiteten sich aus, und in bestimmten Vierteln wie Ishøj in Kopenhagen oder Vollsmose in Odense prägten Kopftücher und dunkle Hautfarbe das Straßenbild. Auf diese Umwandlung des Landes in eine unübersehbar multikulturelle Gesellschaft war die dänische Öffentlichkeit nicht vorbereitet. Die Boulevardzeitung Ekstrabladet nahm sich des Themas an. In ganzen Serien informierte das Blatt seine Leser über anatolische Familien mit Dutzenden von Angehörigen, die alle zusammen Anspruch auf Sozialhilfe hatten und deren Frauen kaum auf die Straße gelassen wurden. Oder über jugendliche pakistanische Einwanderer der zweiten Generation, die ihr Taschengeld mit Räubereien aller Art aufbesserten. Die meisten dieser Geschichten waren im Einzelfall durchaus korrekt. All dies war Wasser auf die Mühlen der Dänischen Volkspartei. Dabei handelte es sich um die politischen Erben der früheren Fortschritts-Partei des Steuerrebellen Mogens Glistrup. Dem war 1973 aus dem Stand der triumphale Einzug ins Parlament gelungen. Allerdings gewann seine Partei niemals richtig Einfluss sie war zu chaotisch, interne Kräche waren an der Tagesordnung. Dann, 1995, gründete eine Gruppe von Parteirebellen die Dänische Volkspartei. Vorsitzende wurde Pia Kjærsgaard, eine schlagfertige»frau aus dem Volk«, die zuvor als Altenpflegerin gearbeitet hatte. Unter ihrer Führung machte die Partei eine bemerkenswerte Verwandlung durch. Still und leise ließ Pia Kjærsgaard die traditionellen Forderungen nach Steuersenkungen fallen und profilierte ihre Truppe als Kämpfer für die Belange der Rentner und anderer sozial Schwacher. Man gab sich patriotisch und stritt unter dem Motto»Für Krone und Vaterland!«gegen EU und Euro. Und natürlich agitierte die Partei gegen Fremde und Einwanderer, vermied dabei aber gezielt allzu wüste Ausfälle im Stile Glistrups. Dieser hatte erklärt, man solle alle muslimischen Frauen einfangen und an den Meistbietenden verkaufen. Die Volkspartei konnte erfolgreich in sozialdemokratische Wählergruppen eindringen und unter ungelernten Arbeitern Fuß fassen. Gleichzeitig wurde sie durchaus auch für einige Intellektuelle 68

69 attraktiv. Kristian Thulesen Dahl, der Haushaltsexperte der Partei, ist studierter Ökonom, und die Vettern Søren Krarup und Jesper Langballe, beide Parlamentsabgeordnete, sind Pastoren. Noch 1999 höhnte der sozialdemokratische Premier Poul Nyrup Rasmussen an die Adresse der Volkspartei:»Ihr werdet nie stubenrein!«er sollte sich irren, die Partei erwies sich bald als professionell genug, um als Partner für die Strategen im bürgerlichen Lager attraktiv zu werden.»birnendänisch«oder bloß zugereist? Die Wahl vom November 2001 wurde zur Wasserscheide der dänischen Politik. Liberale und Konservative bildeten die neue Minderheitenregierung unter Führung des liberalen Anders Fogh Rasmussen. Pia Kjærsgaards Volkspartei sagte Unterstützung zu und sicherte sich damit Einfluss auf die Regierungsgeschäfte. Früher mussten die Parteien Kompromisse über die Mitte hinweg finden, das erübrigte sich nun, Premier Rasmussen konnte rechte Blockpolitik betreiben. Mit der Wahl 2001 verschwand somit die»grüne Mehrheit«, die bis dahin wechselnden Regierungen ihren Stempel aufgedrückt hatte. Rasmussen konnte bei Umwelt und Entwicklungshilfe einsparen. Und die neue Regierung kündigte eine»stramme«einwanderungspolitik an. Schon am 1. März 2002 legte Flüchtlings- und Integrationsminister Haarder, nach Absprache mit der Volkspartei, einen Entwurf zur Verschärfung der Ausländergesetzgebung vor. Entgegen sonstiger Praxis hatten Organisationen wie die Dänische Flüchtlingshilfe ganze zwei Wochen Zeit, den Text zu sichten und Kommentare einzureichen. Die Familienzusammenführung von Eheleuten wurde nur noch dann erlaubt, wenn beide zusammengenommen länger in Dänemark als im Herkunftsland gelebt hatten. Und beide mussten über 24 sein, angeblich, um Zwangseheschließungen zu vermeiden. Schließlich erhielten Flüchtlinge von nun an eine finanzielle»starthilfe«. Diese war um etwa ein Drittel niedriger als die bislang gezahlte Sozialhilfe. Das alles wurde jedoch kaum wahrgenommen, weil Regierungschef Rasmussen während des dänischen EU-Vorsitzes im zweiten Halbjahr 2002 die finalen Verhandlungen zur EU-Erweiterung unter Dach und Fach brachte. Die Financial Times kürte ihn zum»hero of the enlargement«. Wie beabsichtigt, gingen die Zahlen der Familienzusammenführungen und Asylbewerbungen rasch nach unten. Allerdings bekam die Regierung bald beträchtlichen innenpolitischen Ärger. Es stellte sich nämlich heraus, dass auch viele»richtige«dänen, im Volksmund»birnendänisch«geheißen, in Mitleidenschaft gerieten. Beispielsweise Caroline Arends Fuks. Nach 13 Jahren in Israel verboten ihr die dänischen Behörden, mit ihrem Mann Meir und ihren beiden Kindern nach Dänemark umzuziehen. Beide hatten Arbeit in Dänemark gefunden, desgleichen eine Wohnung, die groß genug für die Familie war. Sie erfüllten also eigentlich mustergültig alle Bestimmungen zur Familienzusammenführung bis eben auf die der»zugehörigkeit, zusammengenommen«: Meir hatte bis dahin sein ganzes Leben in Israel gelebt und Caroline immerhin 13 Jahre: Voilà, ihre nationale Zugehörigkeit, zusammengenommen, war gegenüber Israel größer als gegenüber Dänemark. Caroline Arends Fuks kommentierte:»als ob die Regierung zu einer großen Gruppe von Dänen sagen will, dass sie wegbleiben sollen, weil ihre Ehepartner eine Art Kakerlaken sind.«aus den USA meldete sich Malene Belafonte, Harry Belafontes dänische Schwiegertochter und Fotomodell:»Aus meiner Warte grenzt das an Neonazismus, wenn die Regierung es auf diese Weise Dänen verwehrt, zurückzukehren. Dreht es sich darum, dass Dänemark eine rein europäische Rasse heranzüchten möchte? Ich muss feststellen, dass ich kein Heimatland mehr habe.«als immer mehr Fälle von dänischen Opfern die Medien füllten, vollzog die Regierung eine Frontbegradigung: Personen, die seit mindestens 28 Jahren dänische Staatsbürger sind, können ihre ausländischen Ehepartner ins Land holen, auch wenn sie das Zugehörigkeitskriterium nicht erfüllen. Aber in der Praxis bedeutet die Regelung natürlich, dass nur»birnendänische«staatsbürger über 28 dies können. Kaum ein Einwanderer hat seine Staatsbürgerschaft schon seit 28 Jahren. Juristen in 69

70 aller Welt wunderten sich, dass Dänemark auf diese Weise zwei Sorten von Staatsbürgerschaft einführte, eine richtige und eine»light«. Nicht wenige Experten kamen zu dem Schluss, dass die dänische Praxis Menschenrechte verletze. Im Juli 2004 verfasste Alvaro Gil-Robles, Spanier und Kommissar für Menschenrechte des Europarates, einen Rapport über Dänemark. Der Robles-Rapport. Der Brüsseler Kommissar schrieb nicht direkt, dass Dänemark Menschenrechte verletzt habe. Er griff zu diplomatischen Wendungen, um größere öffentliche Polemiken zu vermeiden. Daraufhin veröffentlichte Minister Haarder in der Berlingske Tidende, dem Hausblatt des gehoben bürgerlichen Dänemarks, eine Interpretation eigener Art:»Ich freue mich über das schriftliche Attest des Europarat-Kommissars, dass Dänemark keine der vielen Konventionen des Europarates bricht. Dies bat ich ihn zu bestätigen, und das hat er nun getan.«in einem Interview mit der linksliberalen Zeitung Politiken sprach Gil-Robles von nun an Klartext:»Dänemark bricht unbedingt eine Reihe von Menschenrechten, insbesondere im Zusammenhang mit Familienzusammenführungen.«Der Kommissar verwies vor allem auf Artikel acht der Europäischen Menschenrechtskonvention, demzufolge alle Menschen ein Recht auf ein Familienleben haben, und bemerkte:»eine Familie besteht in der Regel aus zwei Erwachsenen und deren Kindern. Aber in Dänemark versucht die Regierung mit allen möglichen gesetzlichen Eingriffen, dies zu verhindern.«minister Haarder nahm sich darauf die Person des Kommissars vor:»wir sind das einzige Land, das ein Mittel gegen arrangierte Eheschließungen gefunden hat, und das heißt 24-Jahre-Regel. Die ist frauenprogressiv, und das kann ein Spanier vielleicht nicht so gut verstehen.«nun hat der Rapport eines Menschenrechtskommissars keine juristisch bindende Qualität. Nur ein Gericht könnte Dänemark rechtskräftig verurteilen oder eben freisprechen. Aber die meisten Betroffenen haben nicht die Nerven, viele Monate oder gar Jahre auf einen Gerichtsentscheid zu warten. Sie klagen daher nicht. Und als es doch einmal zum Prozess zu kommen schien, entfiel plötzlich dessen Grundlage. Dabei versprach Karunas Fall, juristisch interessant zu werden aus Sri Lanka nach Dänemark gekommen, war er zuvor als Mitglied einer Studentengruppe mit Verbindungen zur bewaffneten Rebellenorganisation Tamil Tigers in Sri Lanka verhaftet und im Gefängnis gefoltert worden. Unter anderem riss man ihm einen Fußnagel aus. Während eines Angriffes der Tigers auf das Gefängnis konnte er fliehen und erhielt schließlich in Dänemark Asyl. Aus Angst, die Behörden in Sri Lanka könnten Rache an seinen Verwandten nehmen, gibt er nur seinen Rufnamen Karuna an und nicht seinen richtigen Namen. Während eines Urlaubs in Thailand beschlossen Karuna und seine Jugendfreundin aus Sri Lanka zu heiraten. Das war allerdings nicht so einfach, denn die dänischen Behörden lehnten eine Familienzusammenführung mit der Begründung ab, zusammengenommen hätten die beiden eine viel engere Bindung an Sri Lanka als an Dänemark. Der Umstand, dass Karuna in Sri Lanka Gefängnis und Folter riskierte, war aus der Sicht der Behörden nicht erheblich. Das DRC, ein unabhängiges Dokumentations- und Beratungsinstitut gegen ethnische Diskriminierung, beantragte im Juni 2004 in Karunas Namen einen kostenfreien Prozess. Im August erhielt Karuna plötzlich den Bescheid, dass die Einwanderungsbehörden ihre Haltung korrigieren wollten. Sehr erfreulich für Karuna und seine Frau. Aber damit entfiel zugleich die Grundlage für einen Prozess.»Ich hasse Dänemark.«Auch ein einfaches Touristenvisum ist manchmal nur sehr schwer zu bekommen. Eine iranische Frau, seit 19 Jahren in Dänemark, versuchte zweimal, ihre Schwester und andere Angehörige nach Dänemark einzuladen. Deren Anträge auf Visa wurden abgelehnt, denn die Behörden befürchteten, die Iraner könnten, einmal in Dänemark, Asyl beantragen.»ich 70

71 habe mich auf alle mögliche Weise angestrengt, integriert zu werden«, erklärte die Frau,»nun fühle ich mich tief verletzt. Jetzt hasse ich Dänemark.«In der letzten Woche berichtete das dänische Radio P1 von einem schwer kranken älteren eingebürgerten Türken und seinen Söhnen Mustafa und Orhan. Die Kinder sind bei einer dänischen Pflegefamilie untergebracht, denn der Vater kann sie nicht betreuen, und die Mutter lebt in der Türkei und hat ihre Kinder seit drei Jahren nicht gesehen. Ein Besuchsvisum wird ihr verweigert. Sie hatte sich früher einmal ohne Genehmigung in Dänemark aufgehalten und könnte womöglich eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Für den Erwerb der Staatsbürgerschaft genügte bislang eine Dänisch-Prüfung der Stufe 2 bald wird Stufe 3 verlangt werden. Die Anforderungen sind so streng, dass die meisten Wähler der Dänischen Volkspartei, un- und angelernte Arbeiter vor allem, sie nicht erfüllen könnten. In der Praxis bedeutet die Verschärfung also, dass Einwanderer ohne akademische Bildung sich keine Hoffnung mehr zu machen brauchen, einen dänischen Pass zu erlangen. Früher konnten Folteropfer eine Befreiung vom Sprachtest beantragen, sofern ein Arzt schwere Schäden attestierte. Auch damit ist nun Schluss.»Selbstverständlich haben Folteropfer Anspruch auf unsere Fürsorge«, erklärte Søren Krarup, der Pastor von der Dänischen Volkspartei. Aber Staatsbürgerschaft sei eben etwas ganz anderes, da sei die sichere Beherrschung des Dänischen nun einmal Voraussetzung. Das Dänische die Sprache wirkt auf Nichtdänen, als sei sie eigens zu dem Zweck konstruiert worden, ihnen das Erlernen so schwer wie möglich zu machen. Es wimmelt von Unregelmäßigkeiten und unlogischem Gebrauch von Präpositionen; Dänen liegen beispielsweise nicht»im«, sondern»auf«dem Krankenhaus. Und dann natürlich die Aussprache: Auslautendes d hört sich an, als habe der Sprecher eine Kartoffel hinter die Unterlippe geschoben. Andere Laute werden verschluckt, und viele Silben sind durch die gezielte Andeutung eines Schluckaufs zu untermalen.»die aus den warmen Ländern.«Schwer auszuloten ist das Ausmaß alltäglicher Diskriminierung, über das viele Einwanderer klagen. Es wäre zweifellos verfehlt, sich alle Dänen oder auch nur die meisten von ihnen als fremdenfeindliche Rüpel vorzustellen. Samia Jeppesen kommt aus Somalia und lebt mit ihrem dänischen Mann in Aabybro. Sie berichtet:»zum Glück lebe ich in einer Kleinstadt. Ich habe keine Probleme. Wir grüßen uns, und die betrachten mich nicht als Ausländerin, sondern als Nachbarin auch nicht als Muslimin, denn darüber reden wir nicht. Und ich respektiere sie als Nachbarn.«Und Adim Akbulut, aus der Türkei kommend und jetzt Gemüsehändler in der Kopenhagener Vorstadt Ishøj, findet:»in Dänemark kann man schön leben. Keiner belästigt mich. Das ist ein freies Land.«Andere aber berichten von beleidigenden Bemerkungen und Barrieren bei der Job- und Wohnungssuche. Manche Dänen, und nicht nur die vom rechten Rand, brüsten sich geradezu, die Fremden auszusortieren. Kjeld Rasmussen, Sozialdemokrat und Bürgermeister in Brøndby, erklärte schon 1997 ganz offen:»dann sitze ich zusammen mit unserem Wohnungsausschuss und der Verwaltung und vermiete. Und seit Februar kommt kein einziger aus den warmen Ländern mehr nach Brøndby-Nord. Wir schmeißen auch die kriminellen Idioten raus, wenn die sich nicht ordentlich aufführen. Wir säubern, zur Freude der Bürger und der Wohnungsgesellschaften. Die Einwohner haben ein Recht darauf, dass wir das dänische Wohnmilieu bewahren.«vieles verläuft eher im Stillen. Zwei Journalisten gaben sich als Wohnungssuchende aus, der eine mit dänischem Namen, der andere unter einem arabischen. Die Wohnungsgesellschaft erklärte dem Dänen, die Wartezeit betrage nur zwei Jahre, beim»araber«waren es sechs Jahre. Die dänische Berufsausbildung findet, anders als in Deutschland, vor allem in staatlichen Schulen statt. Aber die Jugendlichen brauchen Praktikumsplätze. Laut einer Untersuchung schreiben junge Leute mit Einwanderer-Hintergrund zwanzig Prozent der Bewerbungen dafür, bekommen aber nur 71

72 fünf Prozent der Zusagen. Und wenn ältere Menschen es verlangten, haben viele Kommunen stillschweigend Haushelfer mit dunkler Hautfarbe gegen Weiße ausgetauscht ein Bruch dänischer Gesetze, die ethnische oder rassische Diskriminierung am Arbeitsplatz verbieten. Nun legen in der Tat viele junge Einwanderer»aus den warmen Ländern«sehr problematische Verhaltensweisen an den Tag. Nicht wenige vernachlässigen ihre Ausbildung, beleidigen Homosexuelle und werden gewalttätig. Fundamentalistische Organisationen wie Hizb-ut-Tahrir haben Zulauf. Aber das ist eben nur die eine Seite, vielfältige Diskriminierungen von dänischer Seite sind die andere. Nur wenige Politiker und Journalisten scheinen beide Seiten diskutieren zu wollen. Professor Ulf R. Hedetoft, Leiter des Forschungsnetzwerkes AMID (Academy for Migration Studies in Denmark), verglich die dänische Diskussion mit der im Nachbarland Schweden:»Der öffentliche Diskurs ist in den beiden Ländern beinahe diametral gegenläufig. Gewiss besteht man auch in Schweden darauf, dass sich die Einwanderer einfügen. Aber ansonsten wird dort vor allem diskutiert, wie sich Schweden ändern muss und wie man Diskriminierungsmechanismen in der schwedischen Gesellschaft abbauen kann. Demgegenüber dreht sich die dänische Diskussion vor allem darum, wie sich die Einwanderer ändern müssen und welche Probleme und Kosten sie verursachen.«bleibt anzumerken, dass Schweden viel mehr Einwanderer als Dänemark aufgenommen hat (zwölf Prozent der Bevölkerung gegenüber sechs in Dänemark), dass dort die Gesetze viel liberaler und die Rechstpopulisten viel schwächer sind. Und die dänischen Populisten trauten sich immer mehr. Pia Kjærsgaards Kommentar zum Angriff auf das World Trade Center lautete:»es wurde gesagt, dass der 11. September Anlass zu einem Kampf der Zivilisationen gibt. Ein Kampf zwischen den Zivilisationen würde jedoch voraussetzen, dass man von zwei Zivilisationen sprechen kann, und dies ist nicht der Fall. Es gibt nur eine Zivilisation, und das ist die unsrige.«ihr Parteifreund Pastor Jesper Langballe bezeichnete vom Rednerpult des Parlaments herab den Islam als»pest über Europa«. Ein Porno-Star redet ganz offen. Die Parlamentsabgeordnete Louise Frevert hatte eine schillernde Biografie als Bauchtänzerin und Porno-Star hinter sich, als sie Politikerin wurde. Journalisten der Zeitung Politiken fanden Ende September 2005 auf ihrer Web-Seite eine Reihe von Artikeln, in denen etwa zu lesen war: Junge kriminelle Muslime seien»feinde in einem Krieg und nicht einfach nur gestörte dänische Jungen mit muslimischem Hintergrund, und Feinde in einem Krieg muss man einfangen und unschädlich machen. Unsere Gesetze verbieten es uns, unsere Gegner offiziell zu töten, wir haben also nur die Möglichkeit, unsere Gefängnisse mit diesen Kriminellen zu füllen.«dies sei jedoch auf die Dauer recht teuer, daher solle Dänemark auf ein russisches Angebot eingehen und die jungen Gangster in russischen Gefängnissen für 25 Kronen am Tag verwahren lassen. An anderer Stelle war zu lesen, eine Integration von Muslimen in die dänische Gesellschaft sei dasselbe, als pflanze man einem gesunden Körper Krebszellen ein. Die Geschwulst sei zu entfernen,»ob mit dem Messer oder mit Jura, ist nicht das Entscheidende«. Als ein Journalist anfragte, ob sie das wirklich so meine, bekam er zur Antwort:»Du«man ist in Dänemark allgemein per Du, außer gegenüber der Königin,»Du kannst die Worte genau so verstehen, wie sie da stehen. Da steht nichts zwischen den Zeilen.«Nun waren sich die Juristen allerdings rasch einig, dass die Sprüche auf der Web-Seite den Tatbestand des Paragrafen 266b Strafgesetzbuch Verhetzung erfüllten. Außerdem nahm die Führung der Dänischen Volkspartei ihre offenherzige Abgeordnete sofort in die Mangel. Daraufhin erfuhr die Öffentlichkeit, dass Louise Frevert die Texte gar nicht selbst geschrieben hatte. Sie hatte nicht einmal Kenntnis von deren Existenz. Der Schuldige sei vielmehr ihr Webmaster, der pensionierte Korvettenkapitän und Parteifreund Ebbe Talleruphuus. Er nahm die Schuld auf sich und kam seinem angekündigten Parteiausschluss durch Austritt zuvor. 72

73 Die Abgeordnete aber erklärte im Radio:»Niemals! Ich habe dies da niemals geschrieben, und ich werde das auch niemals wieder (sic!) schreiben.«freud ließ grüßen. Der Kulturminister hat eine Idee. Auch unter gutbürgerlichen Dänen mit gesitteten Umgangsformen gibt es gar nicht so wenige, die von einer ausgesprochenen Islam-Paranoia befallen sind. Als Prototyp kann vielleicht Søren Krarup, Pastor und Abgeordneter der Dänischen Volkspartei, dienen. In einem Zeitungsartikel schrieb er:»es ist dem Islam gelungen, einen Teil Dänemarks zu erobern Wir befinden uns in einem Religionskrieg oder in einem Kulturzusammenstoß. Er ist ewig und unvermeidbar. Und alle Vorstellungen, dass ein Dialog den Zusammenstoß abwenden könnte sind nur ein anderes Wort für Blindheit oder Kapitulation. Es gibt darum keine politische Lösung.«Nach Meinung des Pastors war der Islam seit Mohammeds Zeiten unablässig darauf aus, die Welt zu erobern. 732 konnte Karl Martell Europa in der Schlacht bei Poitiers retten, und 1683 gelang Ähnliches vor Wien. Aber jetzt griffen die Muslime wieder an. Der konservative Kulturminister Brian Mikkelsen denkt offenbar in Bahnen, die denen Pastor Krarups zumindest ähneln. Auch er sprach wiederholt vom»kulturkampf«. Einwanderer aus muslimischen Ländern wollten»dänische Kultur und europäische Werte nicht anerkennen«und hätten eine Parallelgesellschaft aufgebaut,»in der Minderheiten ihre mittelalterlichen Normen und undemokratischen Gedanken praktizieren«. Auf dem Parteitag der Konservativen sah der Minister die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks in Dänemark bereits eingeschränkt. Kein Komiker würde es wagen,»auf den Koran zu pissen«, und Zeichner trauten sich nicht, Mohammeds Gesicht zu porträtieren. Das liberale Blatt Weekendavisen verstand die Rede des Ministers als Kriegserklärung an den Islam. In der Redaktion der Jyllands-Posten nicht eben die Crème des skandinavischen Journalismus, aber auch kein Boulevardblatt fing man den Ball auf und entschloss sich zum Abdruck der mittlerweile weltberühmten Mohammed-Karikaturen, am 30. September vorigen Jahres. Wie Kulturredakteur Flemming Rose muslimischen Lesern erläuterte, gehöre es nun einmal zur Demokratie und zur Meinungsfreiheit, dass man sich mit»verhöhnung, Verspottung und Lächerlichmachen abfindet«. Verhöhnung also als Erziehung zur Demokratie. Viele Muslime in Dänemark, auch solche mit einem»entspannten Verhältnis zur Religion«wie die kurdische Psychologiestudentin Zelal Önder, waren tief getroffen:»diese Sache hat etwas in mir berührt, das nicht vereinbar ist mit der Art, wie ich vorher unser dänisches Land betrachtet habe. Es tut mir leid, Freunde, eine Mohammed- Zeichnung mit Bombe auf dem Kopf, das tut weh.«regierung, Jyllands-Posten und ein Heer von Leserbriefschreibern haben seitdem energisch die»meinungsfreiheit«verteidigt. Das darf man aber nicht so verstehen, dass man in Dänemark religiöse Symbole nach Belieben verhöhnen kann. Als der Provokünstler Jens Jørgen Thorsen 1984 ein Jesus-Bild öffentlich aufhängen wollte sein Jesus war in erotisch angeregtem Zustand, das war nicht nur am Gesichtsausdruck deutlich zu erkennen, da vereitelte die dänische Polizei umgehend Thorsens Vorhaben. Und vor einigen Jahren verkaufte eine Ladenkette Sandalen mit Jesus auf der Sohle. Sollte etwa Jesus mit Füßen getreten werden? Ein Proteststurm sorgte rasch dafür, dass die Sandalen zurückgezogen wurden. Die Verhöhnungsfreiheit gilt also nur für Symbole bestimmter Gruppen. Jedenfalls nicht für die der Mehrheit. Die weltweite Eskalation der Mohammed-Krise hat wohl keiner vorausgesehen. Allerdings kann man Premier Rasmussen nicht von dem Vorwurf freisprechen, mögliche Schritte zur rechtzeitigen Eindämmung unterlassen zu haben. Zum einen nahm er vorher niemals Stellung zu den antiislamischen Tiraden von rechts. Das hätte ja schließlich das Klima der Zusammenarbeit mit der Dänischen Volkspartei belastet. Auch nach Ausbruch der Krise distanzierte er sich nur in ganz 73

74 allgemeinen Wendungen von fremdenfeindlichen Äußerungen. Und auch die Sozialdemokraten tauchten jedes Mal ab, wenn das Thema Einwanderung diskutiert wurde. Fremdenfeindliche Losungen bekamen damit einen Spielraum wie wohl in keinem anderen europäischen Land. Erst nachdem die Botschaft in Damaskus brannte und die Krise völlig außer Kontrolle zu geraten drohte, bequemte Rasmussen sich zu dem Satz:»Ich habe persönlich einen derartigen Respekt vor den religiösen Gefühlen anderer Menschen, dass ich persönlich weder den Propheten Mohammed noch Jesus noch eine andere religiöse Gestalt in einer Weise darstellen würde, welche andere Menschen verletzen könnte.«auch die Jyllands-Posten rang sich viel zu spät zu einer halben Entschuldigung durch und beklagte die Folgen, die der Abdruck hatte. Aber nicht die Handlung als solche. Im Januar schien die Krise auch in Dänemark zu eskalieren. Als Antwort auf das Abbrennen der dänischen Fahne in Palästina kündigten dänische Neonazis eine öffentliche Koranverbrennung an. Die Polizei konnte es verhindern, aber das Gerücht war ein Faktor, um den Mob in Damaskus in Bewegung zu setzen. Bei der Jyllands-Posten liefen Bombendrohungen ein. Muslimische Taxi- Chauffeure in Helsingør wurden angepöbelt. Unbekannte Täter schändeten einen muslimischen Friedhof in der Nähe von Esbjerg. Allerdings erlebte Dänemark auch eine bis dahin nicht gesehene Mobilisierung gegen Fremdenfeindlichkeit und für gegenseitigen Respekt. Ein Bus-Chauffeur organisierte eine Demonstration in Hobro, drei Lehrerstudenten eine solche in Aalborg. Der radikalliberale Abgeordnete Naser Khader schuf ein Netzwerk demokratischer Muslime, und wo er auftritt, ist der Saal voll. Zwölf Schriftsteller klagten im Dezember in einen offenen Brief über den Ton der dänischen Debatten. 22 ehemalige Diplomaten taten Ähnliches und kritisierten Regierung und Jyllands-Posten scharf. Die Langzeitwirkungen der Krise sind schwer abzuschätzen. Kurzfristig hat sie sich für die Regierung allerdings rentiert. Umfragen zufolge kann die Dänische Volkspartei erneut zulegen, von 13 auf 15 Prozent. Ganz gewiss sind die fremdenfreundlichen Radikalliberalen und die Sozialistische Volkspartei ebenfalls im Aufwind, aber da es mit den Sozialdemokraten bergab geht, behält die Regierung eine solide Mehrheit. Für Premier Rasmussen besteht also kein Anlass, den Kurs zu ändern, im Gegenteil. Im Dezember kündigte die Regierung weitere Zuzugsbeschränkungen an. Genauer gesagt: Man will gerne gut ausgebildete Europäer oder Amerikaner ins Land locken und gleichzeitig den Zuzug aus Ländern wie Pakistan ganz stoppen 74

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